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Yes servieren Live-Genuss auf Album Nummer 18

Berlin. Sie gehören zu den Urgesteinen der Rock-Geschichte. Im nächsten Jahr feiern Yes ihr 50-jähriges Jubiläum. Zur Einstimmung gibt es schon mal Live-Material der Band.

Yes servieren Live-Genuss auf Album Nummer 18

Jon Davison ist seit 2012 der Sänger von Yes. Foto: Steve C. Mitchell

Die Zutaten für den Mix der Epochen auf dem neuen Live-Album der Bombast-Rock-Meister Yes sind sehr unterschiedlich, aber das Rezept geht auf. Daraus wird ein Leckerbissen - vor allem für Hardcore-Fans.

Man nehme Stücke von dem Opus Magnum „Tales From Topographic Oceans“ mit seiner grandios-spirituellen Klangfülle und rührt sie zusammen mit einer Performance in voller Länge von der Poprock-Yes-LP „Drama“. Hinzu kommen einige Welthits wie „Roundabout“ und „Starship Trooper“.

Die ganze Kollektion wurde im letzten Jahr 28 Mal auf den Bühnen Amerikas aufgeführt und die besten Takes der Shows als „Topographic Drama - Live Across America“ serviert. Die neue Sammlung gibt es als Doppel-CD und Dreifach-LP. Beide Versionen ziert ein schönes Fantasy-Bild des Künstlers Roger Dean, der den typischen Schriftzug und die Plattencover von Yes erst schuf.

„Tales“ wurde als Studiowerk kurz vor Weihnachten 1973 in England das erste Nummer eins Album von Yes. Bis heute bleibt es eines der kompromisslosesten und erfolgreichsten Werke der genreprägende Gruppe. „Drama“ aus 1980 dem Jahr war ein Chart-Erfolg, ist aber selbst im Fanlager noch heftig umstritten.

Zu hören auf der neuen Live-CD ist das aktuelle Line-Up: Gitarrist Steve Howe, Schlagzeugspieler Alan White, Keyboarder Geoff Davis, Bassist Billy Sherwood, Sänger Jon Davison und der zusätzliche Tourdrummer Jay Schellen. Gründungsmitglieder, der Sänger Jon Anderson und Ausnahme-Keyboarder Rick Wakeman, spielen nicht mehr mit. Der erste Bassgitarrist, Chris Squire starb 2015 nach einer Leukämie-Erkrankung.

Allen Anhängern der Band gerecht zu werden ist schwer, aber das neue Werk bietet immerhin 81 Minuten frisch eingespielte Yes-Musik am Stück. Handwerklich über jedem Zweifel erhaben werden die Songs durchweg dynamisch gespielt. Der knackige Sound treibt Höhepunkte wie das überraschend eingängige „The Revealing Science of God (Dance of the Dawn)“ und das härtere „White Car“ von „Drama“ temporeich aus den Lautsprechern. Auf dem ruhigen Stück „Leaves of Green“ zeigt Howe seine genialen Fähigkeiten auf der Akustikgitarre.

Viel Lob verdient der Gesang von Jon Davison, der oft vergessen lässt, dass Jon Anderson nicht mehr am Mikrofon steht. Davison singt sogar noch klarer als sein Vorbild. Übrigens ist diese Scheibe das Album Nummer 18 von Yes, immerhin sind die Mitglieder seit fast einem halben Jahrhundert im Geschäft. Zum 50. Geburtstag 2018 gibt es ab März eine UK- und Europatour mit 13 Konzerten.

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