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Zeche Nachtigall in irischen Farben

Extraschicht

"Extraschicht" in Witten, das ist auch immer die Möglichkeit, nostalgisch durchs Muttental zu fahren: mit der Muttenthalbahn. In diesem Jahr vermutlich zum letzten Mal.

WITTEN

, 24.06.2014
Zeche Nachtigall in irischen Farben

Die Macher der Extraschicht in Witten: (v.l.) Hannsjörg Frank (Zeche Theresia), Hans-Werner Tata (Kulturforum), Heike Drewes (RuhrTourismus) und Michael Peters (Zeche Nachtigall).

„Es fehlt einfach der Nachwuchs und unser Zugführer möchte bei der Extraschicht auch einmal etwas anderes machen“, läutete Hansjörg Frank, der Vorsitzende der Arge Muttenthalbahn das Aus des Shuttle-Betriebs mit der Schmalspurbahn bei dem großen Kulturfest nach 14 Jahren ein.

Ein Wermutstropfen für die „Nacht der Industriekultur“ am Samstag, 28. Juni, an 50 Standorten im Ruhrgebiet steigt. Doch das Programm ist dennoch sehenswert. Die Zeche Nachtigall kommt in diesem Jahr irisch daher, es erklingt Musik von „Seisun“, „Céili“ zeigt „Irish Dance“ und „Flying Fire“ schafft nach Einbruch der Dunkelheit im Steinbruch und auf dem Zechengelände faszinierende Lichteffekte. Tagsüber gibt es natürlich auch ein großes Kinderprogramm mit Schminken, aber auch Basteln von irisch anmutenden Kleinigkeiten. Natürlich läuft die Dampffördermaschine und das Besucherbergwerk öffnet sich regelmäßig im Zuge von Führungen. Auch kulinarisch grüßt die „Grüne Insel“: Es gibt Räucherlachs, Rind und Lamm, dazu auch dunkles irisches Bier. Auf ein musikalisches Programm wie im Vorjahr verzichtet dagegen das Organisatorenteam um Hansjörg Frank auf Zeche Theresia. Da gibt es dennoch bodenständige Leckereien. Über das Muttental hinaus gibt es mit der Ruhrtalbahn auch eine Verbindung nach Hattingen, dort lockt ein buntes Programm in der Henrichshütte.

Als dritter Standort für die Extraschicht hat sich Haus Witten fest etabliert, „Extrajazz“ heißt hier wieder das Thema: „Wir haben eine große Jazzszene in Witten, die auch international gut vernetzt ist“, sagt Hans-Werner Tata vom Kulturforum. Bis 22 Uhr darf es im Innenhof von Haus Witten noch laut zugehen, es spielen „Die Bänd“, Blue Lounge und Franz Wuppinger & L‘Orchestre Europa. Danach geht es im Konzertsaal weiter mit Pianomusik: Jazzig mit Gerhard Giel, Boogie-Woogie mit Jörg Hegemann und auch ein Gast aus Wittens Partnerstadt Kursk konnte kommen: Boris Prusakov ist bereits in der Ruhrstadt eingetroffen: „Das war zunächst unsicher“, sagt Tata mit Blick auf die Unruhen in der Ukraine. Die Creative Kirche baut auf der Wiese vor Haus Witten ein Kerzenlabyrinth auf, in dem man sich zu meditativen Klängen verlieren kann. Digderidoo und Klangschalen geben dem magischen Anblick der flackernden Kerzen den musikalischen Rahmen.

Tickets für die Extraschicht gibt es im Vorverkauf bis Freitag für 15 Euro, an der Abendkasse kostet der Eintritt für alle 50 Spielorte inklusive ÖPNV 18 Euro. Standorttickets berechtigen zum Eintritt nur an einem Standort und können für 10 Euro an der Abendkasse erworben werden. Im Vorverkauf gibt es die Eintrittskarten unter anderem an der Saalbau-Kasse und beim Stadtmarketing am Rathausplatz.

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