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Zehn Jahre Museum im einstigen geheimen Regierungsbunker

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rückkehr in den Kalten Krieg: Das Museum im ehemaligen deutschen Regierungsbunker bei Bad Neuenahr-Ahrweiler ist am Donnerstag zehn Jahre alt geworden. „Am 1. März 2008 haben wir die ersten Besucher begrüßt“, sagte Bunkerexperte Jörg Diester der Deutschen Presse-Agentur. Die denkmalgeschützte Dokumentationsstätte rund 30 Kilometer südlich der ehemaligen Hauptstadt Bonn sei ein voller Erfolg. „Am Anfang erwarteten wir 25 Besucher pro Woche. Jetzt sind es im Herbst bis zu 1000 am Tag.“ Bald werde mit dem 800 000. Besucher gerechnet. Gefeiert wird das zehnjährige Bestehen am 21. und 22. April unter anderem mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Das Museum in einem der einst geheimsten und bizarrsten Bauwerke Westdeutschlands bekam nach Diesters Worten seit der Eröffnung weitere Teile seiner Originalausstattung zurück, beispielsweise Fernsehkameras sowie Magnettäfelchen für Planspiele. „Wir haben Besucher aus aller Welt und Schulklassen aus einem Umkreis von 100 Kilometer“, ergänzte der Autor mehrerer Bücher über den Bunker.

Das 1971 fertiggestellte Tunnelsystem bestand aus 897 Büro- und 936 Schlafräumen sowie fünf Großküchen und Kantinen. Hinzu kamen abhörsichere Sitzungssäle, Werkstätten und Brunnen. Gegliedert war die Anlage in fünf autarke Bauteile, die im Notfall voneinander hätten abgekoppelt werden können. Komfort fehlte: Selbst für die höchsten Repräsentanten des Staates waren nur Feldbetten vorgesehen. Richtig genutzt wurde der ehemalige Bunker nie. Noch bis 1989 gab es hier aber Nato-Übungen. Der Großteil der 17,3 Kilometer langen Anlage wurde von 2001 bis 2006 abgerissen. Nur noch 203 Meter sind offen.

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