Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Zehntausende demonstrieren gegen Polizeigesetz-Änderung

München. Die zentrale Auftaktkundgebung auf dem Marienplatz wird abgesagt - wegen Überfüllung: Tausende demonstrieren in München gegen das Polizeiaufgabengesetz.

Zehntausende demonstrieren gegen Polizeigesetz-Änderung

Bei den Kritikern ist besonders der im Gesetz verankerte Begriff der „drohenden Gefahr“ umstritten, durch den die Polizei früher präventiv tätig werden und etwa Computer oder Telefone überwachen kann. Foto: Felix Hörhager

Etwa 30.000 Menschen haben nach Behördenangaben in München gegen die geplante Neufassung des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes (PAG) protestiert. Die Veranstalter sprachen sogar von mehr als 40.000 Teilnehmern.

„Wir demonstrieren laut, aber friedlich“, sagte Simon Strohmenger vom Bündnis „noPAG - Nein! Zum neuen Polizeiaufgabengesetz“, dem zahlreiche Organisationen und Parteien angehören. Wegen des großen Andrangs musste die Auftaktkundgebung an Christi Himmelfahrt am zentralen Marienplatz abgesagt werden. Die Demonstranten zogen durch die Innenstadt zum Odeonsplatz, auf dem es eine Abschlusskundgebung gab.

Die CSU hatte im vergangenen Sommer mit ihrer absoluten Mehrheit im Landtag ein neues Polizeiaufgabengesetz beschlossen. Damit sollen die Befugnisse der Polizei massiv ausgeweitet werden.

Bei den Kritikern ist besonders der im Gesetz verankerte Begriff der „drohenden Gefahr“ umstritten, durch den die Polizei früher präventiv tätig werden und etwa Computer oder Telefone überwachen kann. Aufgrund der massiven Kritik hatte die CSU-Fraktion Ende April einige umstrittene Neuerungen entschärft - so soll etwa die intelligente Videoüberwachung nun keine Gesichtserkennung mehr umfassen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Inland

Polizei wächst um 6100 Beschäftigte

Wiesbaden. Sicherheit, Ordnung, mehr Überwachung: Eine Kernforderung von sowohl Konservativen wie Populisten heißt: wir brauchen mehr und besser ausgerüstete Polizisten. Ersteres hat sich nun erfüllt. Die Polizei hat im vergangenen Jahr den größten Personalzuwachs seit mehr als 20 Jahren erlebt.mehr...

Inland

Umfrage: Fast jeder zweite Deutsche für Ablösung Merkels

Berlin. War Angela Merkels vierte Amtszeit eine zu viel? Mehr als 40 Prozent der Wähler wünschen sich, dass die jahrelang als mächtigste Frau der Welt geltende Kanzlerin bald in den Ruhestand geht.mehr...

Inland

Barley weist Unions-Beschwerden wegen Mietpreisbremse zurück

Berlin. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse wirkt nicht. Katarina Barley hat ihre Pläne für eine Nachbesserung vorgelegt, der Union gefallen die nicht sonderlich. Doch aufweichen will die Verbraucherministerin ihr Vorhaben nicht. Das lässt sie den Koalitionspartner deutlich wissen.mehr...

Inland

Fronten im Unionsstreit verhärten sich vor EU-Asyltreffen

Berlin/Brüssel. Vor dem informellen EU-Gipfel dämpft Berlin die Erwartungen: Für die Suche nach einer Lösung im Asylstreit hat die Kanzlerin noch ein paar Tage mehr Zeit. Die CSU gibt sich weiter unnachgiebig - aber nicht nur sie.mehr...

Inland

Run auf Kitas und Schulen erfordert massive Investitionen

Berlin. Kinder und Jugendliche werden in Deutschlands Kitas und Schulen schon heute nicht immer optimal gefördert. Künftig wächst der Bedarf noch. Experten fordern einen konsequenten Wachstumskurs für den Bildungssektor.mehr...