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Zeitlos schöne Zeitreise

INNENSTADT Elf Theaterneulinge zeigten in der WerkStadt, was den Konflikt der Generationen wirklich ausmacht.

29.10.2007

Mit ihrem Generationen übergreifenden Projekt, das sie unter Anleitung von Theaterpädagogin Birgit Wessel und Regieassistent Michael Sonntag selbst entwickelten und umsetzten, boten sie eine zeitlos schöne Vorstellung.

Zum Erfolg dieser Aufführung trägt das von Yvonne Hollunder entworfene, sehr variable, mit tollen Überblendeffekten (u.a. war das Wittener Rathaus zu sehen) ins rechte Licht gerückte Leinwand-Bühnenbild maßgeblich bei. „Zeitreise“, das Schauspiel, in dem 13- bis 61-Jährigen den Konflikt der Generationen, der Geschlechter und der Menschen ohne und mit einer Behinderung auf die Bühne bringen, begeistert mit altersgemäßen, sehr offenen Wortbeiträgen: „Werd‘ mal nicht pampig, kleines Fräulein“ und „Wenn Du nichts Essentielles zu sagen hast, sei lieber ruhig“.

Kein Halt vor blauen Lichtwegweisern

Und die machen auch vor den innerstädtischen Problemen nicht halt: „Warst Du das mit den defekten, blauen Lichtwegweisern in der Bahnhofstraße?“ Ein Traum ist auch die geschickt inszenierte, ebenso kritische, wie lustige Aufführung, die die Hektik unseres Alltags gekonnt hervorhebt, ohne zu übertreiben.

Überragend dabei die Bekenntnisse von der ehemaligen „68erin“ Rike (Brigitte Koch, „Wer zweimal mit dem Gleichen pennt, gehört zum Etablishment“), die im Berliner Dialekt das Lied „Oh Gott, was sind die Männer dumm“ ebenso gekonnt zu Gehör bringt wie Kurt (Gise-la Henrichs) das Gedicht „Du schönes Witten“. Lieselotte (Sophia Godau) überzeugte mit ihrer genial überkandidelt vorgetragenen Hymne an den Reichtum