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Zertifikat zeichnet familienfreundliche Unis aus

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Viele Universitäten unterstützen Studierende mit Kindern durch familiengerechte Angebote. «Die Hochschulen, die besonders viele Möglichkeiten bieten, Karriere und Familie zu vereinbaren, können sich das durch ein Zertifikat bestätigen lassen.»

Zertifikat zeichnet familienfreundliche Unis aus

Das geschützte Markenzeichen «audit familiengerechte hochschule» bietet Studenten mit Kind eine Orientierungshilfe. (Bild: dpa)

Das sagt Angela Kienle von berufundfamilie in Frankfurt. Die gemeinnützige Gesellschaft vergibt hierfür das geschützte Markenzeichen «audit familiengerechte hochschule».

«Ein kritischer Faktor ist vor allem die Zeit», so die Expertin. Wenn das Studium trotz Familie nicht zu kurz kommen soll, sind die Studierenden auf spezielle Unterstützungsangebote der Hochschulen angewiesen. «Je nach Größe der Uni und Anzahl der Studierenden gibt es ganz verschiedene Angebote». Entscheidend sei aber auch das persönliche Umfeld: Alleinerziehende Studenten ohne ein Familien-Netzwerk am Studienort haben andere Bedürfnisse als Studierende mit Partner und Familie in der Nähe.

Beispiele für familiengerechte Angebote an der Uni sind etwa hochschuleigene Kinder-Krippen, sogenannte betreute Kinderzimmer, Hilfe bei der Vermittlung von Tagesmüttern, familiengerechte Gestaltung des Campus, besondere Öffnungszeiten bei Verwaltungsangelegenheiten für Eltern, Wohnheime mit Familienappartements oder Kindermenüs in der Mensa.

Die gemeinnützige Gesellschaft berufundfamilie, die das Zertifikat vergibt, wird unter anderem vom Bundesfamilienministerium unterstützt. «Das Zertifikat bekommt eine Hochschule nicht einfach so», sagt Kienle. Zunächst gebe es Workshops und Gespräche mit den Verantwortlichen der Hochschulen. Unabhängig von den bestehenden Angeboten werden Zielvereinbarungen getroffen, welche zusätzlichen Angebote für ein familiengerechtes Studium die Uni in den folgenden drei Jahren erarbeiten muss.

Und das wird kontrolliert: «Jedes Jahr gibt es einen Bericht über das bisher Erreichte», sagt die Expertin. Nach drei Jahren findet dann eine abschließende Prüfung statt. Hier wird entschieden, ob die Hochschule die Zielvereinbarungen eingehalten hat. «Nur wenn das der Fall ist, darf die Hochschule das Zertifikat behalten.»

Ob mit Zertifikat oder ohne: Viele Hochschulen bieten Studierenden mit Kindern mittlerweile Möglichkeiten, sie im Studien-Alltag zu unterstützen. Über die genauen Angebote informieren sich Interessenten laut Kienle am besten bei der jeweiligen Uni in einem persönlichen Gespräch: «Viele Studierende wissen gar nicht, was es an ihrer Uni für Möglichkeiten gibt, Studium und Familie erfolgreich zu kombinieren.» Aber nicht nur Eltern wird an vielen Hochschulen geholfen: «Familienfreundliche Angebote gibt es beispielsweise für Studierende, die durch einen plötzlichen Pflegefall in der Familie Unterstützung brauchen».

Weitere Informationen: www.beruf-und-familie.de

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