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Schwere Verletzungen

Zeugen: Kinder spielten mit Kater Lucky Fußball

SOEST Es ist unfassbar: Kinder sollen am Montag in Soest mit einem kleinen Kater Fußball gespielt haben. Zwei Frauen hörten seine Schreie und gaben den schwermisshandelten jungen Kater im Tierheim ab. Möglicherweise muss ihm nun ein Bein amputiert werden.

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Noch ist nicht klar, ob Luckys Bein amputiert werden muss.

Foto: Tierheim Soest

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Der kleine Kater lebt jetzt in einer Quarantänebox.

Foto: Tierheim Soest

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Lucky soll nun möglichst schnell vermittelt werden.

Foto: Tierheim Soest

Kater Lucky ist erst vier Monate alt, doch er hat schon Schreckliches erlebt. Wenn stimmt, was zwei Frauen im Tierheim Soest erzählten, dann ist es kaum fassbar: Eine Gruppe Kinder soll mit dem kleinen Kater Fußball gespielt haben, das junge Tier getreten, hin und her gekickt haben. Dabei schrie er offenbar vor Schmerzen. "Zwei Frauen haben den Kater am 6. November bei uns im Tierheim abgegeben", erzählt die Leiterin der Einrichtung, Birgit Oberg. Die beiden Frauen erzählten, dass sie durch die Schreie und das Fiepen des kleinen Katers auf die Kinder aufmerksam wurden. "Als sie näher kamen, seien die Kinder plötzlich in alle Himmelsrichtungen verschwunden", so Oberg.

Vorderbein muss möglicherweise amputiert werden

Lucky erlitt sehr schwere Verletzungen, bekommt derzeit starke Schmerzmittel. Doch während die meisten Prellungen, Wunden und die Gehirnerschütterung wohl wieder restlos verheilen werden, macht vor allem das linke Vorderbein den Tierschützern Sorgen. Es ist gelähmt, Lucky kann nicht laufen, hüpft nur auf drei Beinen herum. "Erst in den nächsten drei Monaten wissen wir, ob das Bein amputiert werden muss oder nicht", sagt Oberg.

Anzeige wegen Tierquälerei hat das Soester Tierheim bislang nicht erstattet. "Wir wissen nicht genau, wo das passiert ist und kennen ja auch die Kinder nicht, die mit dem Tier Fußball gespielt haben soll", sagt die Tierheimleiterin.

Namen, Anschriften oder Telefonnummern haben die beiden Frauen im Tierheim nicht hinterlassen. Das ist ungewöhnlich, normalerweise werden im Tierheim und Personen, die Fundtiere abgeben, dokumentiert. Daher ließ sich am Freitag die Geschichte der beiden Frauen nicht weiter bestätigen. Was bleibt, ist ein schwer misshandelter kleiner Kater, der nun auf ein neues Zuhause hofft.

"Wir haben bereits massenhaft Interessenten", erklärt Birgit Oberg. Wer sich weiter informieren möchte, kann das hier auf den Seiten des Soester Tierheims tun.

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