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Zeugenmord

Berlin. Die erste Episode der österreichisch-deutschen Krimireihe „Die Toten von Salzburg“ hat zwei „Romy“-Preise erhalten. Nun geht es weiter mit „Zeugenmord“. Dabei besticht vor allem ein ungewöhnlicher Ermittler - sowie die üppige Stadt- und Alpenkulisse.

Zeugenmord

„Zeugenmord“ mit Hubert Mur (Michael Fitz, l), Major Peter Palfinger (Florian Teichtmeister, M), Irene Russmeyer (Fanny Krausz) und Hofrat Alfons Seywald (Erwin Steinhauer, r). Foto: Toni Muhr/ZDF

Salzburg ist ein Sehnsuchtsort für Touristen aus aller Welt, die von den alljährlichen Festspielen, der stolzen Festung Hohensalzburg und der malerischen Alpenkulisse träumen. Mit Bildern solcher Art spart auch die noch junge Fernsehfilmreihe „Die Toten von Salzburg“ nicht.

Darüber hinaus gibt es mit dem lässig-charmanten querschnittsgelähmten Ermittler Major Peter Palfinger (Florian Teichtmeister) einen ungewöhnlichen Beitrag zum Thema Inklusion. Und in dessen aufgezwungener Zusammenarbeit mit dem eher klobigen bayerischen Kommissar Hubert Mur (Michael Fitz) viel Gelegenheit, über österreichisch-deutsche Mentalitätsunterschiede zu witzeln.

Der erste Fall, ebenfalls unter der Regie von Erhard Riedlsperger („SOKO Donau“), lief im Herbst 2016 im ZDF und hatte 5,5 Millionen Zuschauer. Außerdem gewann die ZDF/ORF-Koproduktion im vergangenen Jahr zwei österreichische „Romy“-Preise - als „Bester Fernsehfilm“ und „Beste TV-Regie“. Gründe genug also, die Reihe fortzuführen. Die zweite Folge „Zeugenmord“ wird am Montag (9. April) um 20.15 Uhr gezeigt, die dritte - „Königsmord“ - ist bereits fertig. Und die Dreharbeiten für den vierten und fünften Fall sind laut ZDF-Sprecherin Elisa Schultz in Planung.

Mit düster über der Stadt kreisenden Vögeln beginnt die Geschichte nach dem Drehbuch von Riedlsperger, Klaus Ortner und Stefan Brunner. Bald danach geht es in einem Krankenhaus weiter, wo zwei Patienten in einem Zimmer umgebracht werden - der Fahrer eines bei einem Unfall getöteten deutschen Spitzenpolitikers sowie ein abgestürzter sogenannter Bergputzer. Der hatte anscheinend als Zeuge des ersten Mords zu verschwinden. Mur, Kriminalhauptkommissar aus dem nahen Traunstein, der wie auch Palfinger zufällig gerade in der Klinik weilt, geht dem Verdacht in Richtung Umfeld des Politikers nach. Denn der hat in Verbindung mit Waffenhandel und dem Bundesnachrichtendienst gestanden.

So sucht der öfter mal grob fluchende Bayer vor allem nach einer attraktiven Frau mit Kopftuch und Sonnenbrille (Valerie Niehaus), die den Fahrer in der Klinik besucht haben soll. Das österreichische Team, zu dem noch Bezirksinspektorin Russmeier (Fanny Krausz) und der eitle Vorgesetzte Hofrat Seewald (Erwin Steinhauer) gehören, verfolgt andere Spuren. Wobei Palfinger sich auch durch seinen Bruder (Simon Hatzl) inspirieren lässt, einem Priester und Sekretär des Erzbischofs.

Insgesamt geht es in dem auf Besonderheit angelegten Krimi dann doch recht konventionell zu. Und auch das ein oder andere Klischee ist nicht zu übersehen. Mal trifft es katholische Geistliche, mal den ewig im Café Torten schmausenden Hofrat.  

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