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Polizei in der Halloween-Nacht

„Zombie-Walk“ in Essen eskaliert - Viele Einsätze

ESSEN Ein „Zombie-Walk“ in Essen ist in der Halloween-Nacht aus dem Ruder. Die Polizei reagiert mit 1200 Platzverweisen am Hauptbahnhof. Bundesweit gab es zu Halloween zahlreiche Einsätze - auch am Kölner Dom.

Randale in der Halloween-Nacht haben die Polizei bundesweit in Atem gehalten. Allein am Essener Hauptbahnhof sprachen die Beamten am Rande eines „Zombie-Walk“ 1200 Platzverweise aus. Zwischen einer Gruppe von rund 200 Provokateuren und Teilnehmern des „Zombie-Walk“ sowie Reisenden sei es zu verbalen Provokationen sowie „ein paar Körperverletzungsdelikten“ gekommen, sagte Volker Stall von der Bundespolizei am Mittwoch. In Hamburg randalierten Hunderte Jugendliche, auch am Kölner Dom musste die Polizei einschreiten. Deutschlandweit gab es viele Einsätze wegen betrunkener Feiernder.

Der Bahnhof in Essen wurde wegen der Ausschreitungen für rund eine Stunde gesperrt und der Zugang kontrolliert. Platzverweise erhielten neben den Provokateuren auch Menschen, die den Bahnhof nicht verlassen wollten. Online wurden Parallelen zur Kölner Silvesternacht 2015/16 gezogen, bei der es zu vielen sexuellen Übergriffen gekommen war - das wies die Polizei aber zurück. Die Vorfälle in Essen seien „in keiner Weise“ damit zu vergleichen. Bislang gebe es keine Strafanzeigen wegen sexueller Belästigung oder sexueller Nötigung, die große Gruppe habe zudem keine Taschendiebstähle verübt.

Aufgeheizte Stimmung auch in Köln

Am Kölner Dom selbst war die Polizei allerdings ebenfalls mit 100 zusätzlichen Polizisten aktiv, weil sich in der Innenstadt „teilweise stark alkoholisierte und aggressive Männergruppen vermehrt arabischen und nordafrikanischen Aussehens“ aufhielten, wie die Polizei mitteilte. Verdächtige Gruppen wurden überprüft und Platzverweise ausgesprochen. Dadurch sei die Stimmung beruhigt worden, hieß es.

In Hamburg randalierten in drei Stadtteilen mehrere Hundert Jugendliche. Am S-Bahnhof Wilhelmsburg versammelten sich bis zu 200 junge Menschen. Als Polizisten sie kontrollierten, seien sie mit Eiern und vereinzelt mit Böllern beworfen worden. Sechs Jugendliche kamen in Gewahrsam, zwei Strafverfahren wurden eingeleitet.

Süßigkeiten sammelnde Kinder überfallen

Von demolierten Verkehrsschildern und Schlägereien sprach die Polizei in Rheinland-Pfalz. „Was halt so passiert, wenn Leute zusammen sind und Alkohol trinken“, sagte ein Polizeisprecher in Kaiserslautern. In Edenkoben überfielen Jugendliche drei Kinder, die Süßigkeiten gesammelt hatten. Ein Elfjähriger wurde in den Schwitzkasten genommen und zu Boden gerissen. Als ein Autofahrer anhielt, flüchteten die Angreifer ohne Beute.

Eine friedlichere Bilanz zog die bayerische Polizei. Insgesamt habe die Zahl der Einsätze deutlich unter der des Vorjahrs gelegen. Größere Einsätze blieben auch in Baden-Württemberg aus.

Schmerzhaft endete die Süßigkeitensuche zu Halloween unterdessen für einen Fünfjährigen in Augsburg: Der Junge klingelte am Abend an der Tür eines 57-Jährigen, der plötzlich fünf Stufen vor seinem Haus hinunterfiel - und den Fünfjährigen unter sich begrub. Das Kind war den Angaben zufolge kurz ohne Bewusstsein, aber nicht in Lebensgefahr. Ohne schwere Verletzungen kam der Junge zur weiteren Untersuchung in eine Kinderklinik. Der 57-Jährige blieb unverletzt.

dpa

HALTERN Einen ausgesprochen ruhigen Halloween-Abend verzeichnete die Polizei in ihrem Einsatzbericht. Es gab allerdings um 2.55 Uhr am frühen Mittwochmorgen eine Schlägerei vor der Gaststätte „Schänke“ an der Lippstraße. Dort sollen nach Auskunft der Polizei insgesamt fünf Halterner aneinandergeraten sein.mehr...

DORTMUND Nach einem „Zombie-Walk“ in Essen hat die Bundespolizei am Dienstagabend (31.10.) kurzzeitig den Bahnhof gesperrt. In Dortmund dagegen blieb es an Halloween eher ruhig, wie Polizei und Bundespolizei meldeten. Gleichwohl habe es mehr Ruhestörungen und Schlägereien gegeben als in den Vorjahren. mehr...

Werne Die gruseligen Gestalten erschrecken in der Halloween-Nacht manchen Bürger. In Werne blieb der Schabernack am weitgehend im Rahmen des Erlaubten. In anderen Städten des Kreises Unna sah das anders aus.mehr...

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