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Zu müde zum Jubeln: RB Leipzig vorsichtig nach knappem Sieg

Leipzig. Dieser Sieg kostete mächtig Kraft, er tat aber auch mächtig gut. Endlich kein Gegentor. So kann es was werden für RB Leipzig mit dem Halbfinale. Allerdings wird RB-Trainer Hasenhüttl bei aller Rotation auch improvisieren müssen. Laimer fällt lange aus.

Zu müde zum Jubeln: RB Leipzig vorsichtig nach knappem Sieg

Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco erteilt Leipzigs Konrad Laimer die gelbe Karte. Foto: Jan Woitas

Zum Jubeln waren sie zu müde und zu erschöpft. Für Euphorie und Überschwang war es nach dem 1:0 von RB Leipzig gegen Olympique Marseille ohnehin noch zu früh.

„Wir sind gut durch dieses erste Spiel gekommen. Das ist aber nur die erste Hälfte des Glücks. Es wird ein richtig heißer Tanz in Marseille“, prophezeite Trainer Ralph Hasenhüttl mit Blick auf das Rückspiel im Viertelfinale der Europa League am kommenden Donnerstag im Stade Velodrome. Dort, wo Olympique mit den Fans im Rücken „Berge versetzen kann“, wie es Hasenhüttls Pendant Rudi Garcia formulierte.

ZU NULL ALS VORAUSSETZUNG

16 Gegentore kassierte RB in den zehn internationalen Partien vorher. Im elften Spiel im Europapokal klappte es endlich, Leipzig spielte zu Null. Und das, obwohl Marseille einige hochkarätige Chancen hatte. „Wenn man die Statistik sieht - 10:16 Torschüsse - spiegelt das eher ein Bild wider, dass wir heute nicht unbedingt die bessere Mannschaft waren“, sagte Hasenhüttl: „Wir haben aber viel mehr fürs Spiel gemacht. Umso wichtiger war es, dass wir zu Null gespielt haben. Darauf sind wir stolz.“

Darauf können sie auch aufbauen im Rückspiel. Denn nun muss Marseille selbst mindestens ein Tor schießen, um wenigstens in die Verlängerung zu kommen. Das schafft Räume für die schnellen Konter der Leipziger. Für ein Auswärtstreffer ist das Ensemble um Stürmer Timo Werner auch immer gut. Und dann müsste OM schon drei Tore erzielen.

AUF WERNER IST IN DER EUROPA LEAGUE VERLASS - ZUMINDEST IM HINSPIEL

Es war Tor Nummer vier für Werner im fünften Europa-League-Spiel. Mit seinen beiden Treffern beim 3:1-Hinspielsieg auswärts gegen den SSC Neapel legte er den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale. Mit seinem Tor und einer Vorlage trug er anschließend maßgeblich zum 2:1-Hinspielsieg daheim gegen den FC Zenit St. Petersburg bei.

Und nun schoss er am Donnerstagabend den einzigen Treffer (45.+1) in der Partie gegen Olympique. „Er ist ein Weltklassespieler“, lobte Mitspieler Emil Forsberg den deutschen Nationalstürmer. Bricht Werner in Marseille auch seinen Rückspiel-Torlos-Bann, kann er seinen Ruf zu Leipzigs Mister Europa League weiter aufpolieren.

HASENHÜTTL STEHT VOR NEUEN PROBLEMEN

Am Montag geht es schon wieder weiter - erneut um Europa. In der Meisterschaft empfängt RB Bayer 04 Leverkusen. Ein Duell um einen Champions-League-Platz. Danach geht es nach Marseille. Und fehlen wird beide Male und womöglich für den Rest der Saison Konrad Laimer: Muskelriss im linken hinteren Oberschenkel. Vier bis sechs Wochen Pause. Damit vergrößert sich die Personalnot der ohnehin rotierenden Leipziger in der Abwehr. Weil Lukas Klostermann bereits meist auf links, wo Marcel Halstenberg nach seinem Kreuzbandriss im Januar fehlt, eingesetzt wird, schulte Hasenhüttl seinen 20 Jahre alten Landsmann vom Mittelfeldspieler zum rechten Verteidiger um. Die Alternativen gehen langsam aus, auf dem Transfermarkt war RB Anfang des Jahres erfolglos geblieben.

STEHT HASENHÜTTL NUN VOR EINEM NEUEN VERTRAG?

Die Diskussionen um den Verbleib des 50 Jahre Österreichers beendete Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vor dem Spiel. Hasenhüttl bleibe auch nächste Saison Trainer von RB. So wie es der Vertrag vorsieht, dieser endet im Juni 2019. Die Vereinsbosse wollen seit langem mit Hasenhüttl vorzeitig verlängern.

Es geht aber um die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins, der sich weiterhin mit jungen Spielern in der nationalen und letztlich auch internationalen Spitze etablieren will. Will Hasenhüttl das so auch? „Siege in der Europa League sind ein gutes Argument für eine Vertragsverlängerung“, sagte er nach dem Erfolg gegen Marseille.

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