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Zu viele Verbote bremsen kleine Kinder aus

Fürth (dpa/tmn) Die ersten Monate und Jahre sind für Kinder eine ständige Entdeckungsreise durch die Wohnung. Alles ist spannend und will erkundet werden. Manchmal geschieht dies jedoch nicht im Einklang mit den Eltern.

Zu viele Verbote bremsen kleine Kinder aus

Kleine Kinder erkunden gerne eine Wohnung und gehen damit auch an Schränke, an die sie eigentlich nicht herangehen sollten. Eltern sollten darauf geduldig reagieren und nicht zu viel Verbote aussprechen. Foto: Patrick Pleul

Mit Schwung krabbelt das Kind auf den CD-Ständer los - die Mutter reagiert mit einem lauten "Nein!". Das Regal mit den Fotoalben ist auch "Nein", das Lampenkabel sowieso. Sobald Kinder anfangen, selbstständig die Wohnung zu erkunden, müssen Eltern Grenzen setzen.

Doch wie viel Nein ist zu viel? "Eigentlich lernen Kinder besser über Bestätigung und Lob", erklärt Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung . Um ihr Kind nicht ständig bremsen zu müssen, sollten Eltern zuerst die Wohnung kindersicher machen und alles wegräumen, was auf keinen Fall kaputt gehen darf. "So kann man viele "Neins" vermeiden", sagt Große Perdekamp.

Außerdem dürfen Eltern nicht vergessen: Kleine Kinder haben noch kein komplexes Langzeitgedächtnis. Warum und dass sie etwas nicht dürfen, können sie sich erst ungefähr mit fünf Jahren merken. Davor gilt: neuer Tag, neuer Versuch. "Manchmal haben Eltern dann das Gefühl, ihr Kind mache verbotene Sachen mit Absicht. Das stimmt aber nicht." Im Kleinkindalter können sich Erwachsene aber eine Sache zunutze machen: Meist lassen sich die Krabbler schnell ablenken. Statt CD oder Fotoalbum zu zerpflücken, geben sie sich mit einem Schlüssel oder Kochtopf zufrieden.

Onlineberatung der bke

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