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Zukünftige Erstklässler können im Hallenbad schwimmen lernen

Neuer Kursus

Kurz vor der Einschulung kommen viele Eltern in das Evinger Hallenbad. Ihre Kinder sollen dort noch schnell schwimmen lernen. Doch damit die I-Dötzchen wirklich sicher im Wasser sind, braucht es mehr Zeit.

EVING

von Von Petra Frommeyer

, 13.06.2012
Zukünftige Erstklässler können im Hallenbad schwimmen lernen

Um richtig schwimmen zu lernen brauchen Kinder mindestens ein Jahr. Viele von ihnen haben vor dem Kursus Angst vor dem kühlen Nass.

„Mein Kind kommt in zwei Monaten in die Schule, dann muss es schwimmen können.“ Immer öfter hört Nadine Euler, Leiterin des Hallenbades Eving, diesen Satz von Eltern und immer wieder schüttelt sie den Kopf. Auch wenn es in den lange geplanten Urlaub geht, fällt Eltern oft kurzfristig ein, dass es besser sein könnte, der Nachwuchs könne schwimmen. „Oftmals haben die Kinder aber bis dahin noch kein Bad von innen gesehen, manche weinen sogar schon unter der Dusche.

Wir fangen dann erst einmal behutsam mit Wassergewöhnung wie in den Pinguinkursen an“, sagt die 29-Jährige, die auch schon an das Seepferdchen (Sprung vom Beckenrand und 25 Meter schwimmen, Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser) hohe Ansprüche stellt. Außerdem ist sie – wie auch der Sprecher des DLRG-Bezirks Dortmund, Christian Wurzel, der Auffassung, dass diese Fertigkeiten nicht für das Urlaubs-Schwimmen im Meer ausreichen.„Ein Kind ist wassersicher, wenn es hinein geschubst wird oder hinein fällt und nicht in Panik gerät. Wenn es weiß, wie es wieder nach oben kommt und sicher an Land schwimmen kann“, sagt die Fachfrau – und um das zu lernen, braucht es nach ihrer Erfahrung in der Regel deutlich länger als zwei Monate.

Aus diesem Grund geht das Hallenbad Eving an der Württemberger Straße neue Wege: Erstmals bietet es ab 29. August einen einjährigen Kursus für Kinder an, die 2013 eingeschult werden. Zehn Jungen und Mädchen können teilnehmen, werden immer von denselben zwei Trainern betreut. So entstehe eine homogene Gruppe. „In dem Kursus sollen aus den kleinen Nichtschwimmern sichere Schwimmer werden. Wir gehen da über das Seepferdchen hinaus Richtung Bronze“, sagt Euler. Die Badleiterin versteht nicht, dass das Schwimmen oftmals einen so geringen Stellenwert bei Eltern hat. „Die Babyschwimmkurse „Kraulquappen“ und „Frösche“ seien immer rappelvoll. Doch danach entstehe oft eine Lücke.