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Zukunft des ehemaligen Marienkrankenhauses weiter unklar

Verhandlungen stocken

Seit knapp fünf Jahren gammelt das ehemalige Marienkrankenhaus vor sich hin. Fest steht derzeit lediglich, dass das Gebäude noch immer im Besitz eines Franziskanerinnen-Ordens ist. Doch wie die Zukunft des Grundstücks aussehen soll, steht weiterhin in den Sternen.

KIRCHHÖRDE

von Von Katharina Pfeifle

, 06.08.2010

Von einer „Ruine“ spricht Rose Marie Wille, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung. „Wir bemühen uns immer wieder, in der Sache nachzuhaken“, sagt sie. „Aber die Anfragen laufen ins Leere. Das frustriert so langsam.“ 

Vor etwa zwei Jahren schien noch Bewegung in die Geschichte zu kommen: Rund zehn potenzielle Investoren waren im Gespräch. Die CDU-Fraktion besuchte persönlich das Kloster Helgoland in Mayen und führte Gespräche mit den Schwestern. „Gute Gespräche“, erklärt Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU). „Damals waren wir hoffnungsvoll, einer Lösung nahe zu sein. Das ist wie eine Seifenblase zerplatzt.“ Er findet deutliche Worte: „Die Situation ist äußerst unbefriedigend.“ Erschwerend kommt hinzu, dass der Orden mittlerweile in belgischer Hand ist, und der bisherige Kontaktmann, Ordensökonom Werner Brungs, ausgeschieden ist. Dabei gibt es zurzeit mit der projekTRIO GmbH aus Oelde einen interessierten Investor. „Wir haben vor Monaten einen Grundstückskaufvertrag mit aufschiebender Wirkung an den Orden geschickt. Das bedeutet, dass der Vertrag erst wirksam wird, wenn eine Baugenehmigung der Stadt vorliegt. Aber darauf kam keine Resonanz“, erzählt Hubert Rohr, Leiter der Projektentwicklung. Derzeit werde der Vertrag nochmals modifiziert. „Anfang September möchten wir ein finales Gespräch führen. Dann heißt es Hopp oder Topp. Entweder es tut sich etwas, oder wir werden die Finger davon lassen“, so Rohr.

Mit dem Orden stehe man bereits seit zwei Jahren in Kontakt, „wir haben lange genug gewartet“. Als Bebauung könne er sich Seniorenwohnungen oder eine Pflegeeinrichtung vorstellen. „Das sind aber reine Spekulationen. Konkrete Gedanken mache ich mir erst, wenn der Vertrag vorliegt.“ Der Flächennutzungsplan der Stadt sieht ein Objekt für den Gesundheitsbedarf vor. Nachdem es vor einigen Jahren auch zu Vandalismus gekommen war, ist das Gebäude mittlerweile mit einem Bauzaun gesichert und wird von einem Sicherheitsdienst bewacht. Das Betreten ist strengstens verboten und wird mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch geahndet. „In puncto Sicherheitsvorkehrungen kommt der Orden seinen Verpflichtungen nach“, so Rose Marie Wille.