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Zurück in Deutschland

Jeanette in den USA

Warum sie ausgerechnet in Deutschland Sprachprobleme hat und wie ihr Fazit des vergangenen Uni- und Sportjahres ausfällt, erzählt Jeanette Dietrich in der neuen Folge ihres Blogs für die Dorstener Zeitung.

von Von Jeanette Dietrich

, 06.06.2012

Hallo ihr Lieben, wenn man erstmals nach neun Monaten nach Hause kommt und es sich anfühlt, als wäre man nie weg gewesen,  kann man sich sicher sein, dass man alles richtig gemacht hat. Und genauso war es bei meiner Rückkehr. Als ich am Düsseldorfer Flughafen von meiner Familie und meinen besten Freunden empfangen wurde, habe ich mich gleich wieder heimisch gefühlt und konnte beruhigt feststellen, dass sich weder meine Freunde noch ich mich verändert haben. Es war eine herzliche Begrüßung daheim, die einen tollen Sommer eingeleitet und ein hervorragendes Jahr an meiner Uni ausklingen lassen hat. Doch eine Kleinigkeit hat sich dann doch geändert: meine Deutschkenntnisse. Inzwischen fehlen mir nämlich deutlich mehr deutsche Wörter als englische. Da kommt es schon mal vor, dass es gefühlte Minuten dauert bis mir einfache Wörter wie zum Beispiel „Messer und Gabel“ einfallen. Glücklicherweise bot mir das Hardter Schützenfest dann eine perfekte Gelegenheit, mein Deutsch wieder aufzubessern und mein Vokabular bei deutschen Schlagern zu erweitern. Mein Sommer in Deutschland startete also genauso super wie meine Zeit in Amerika endete. Alles in allem waren die letzten neun Monate in Amerika nämlich durchaus positiv. Auch wenn es bei unserem großem Wettkampf nicht nach Plan verlief, so habe ich mich wenigstens im Training steigern können und hoffe daher auf ein besseres nächstes Wettkampfjahr. Im Gegensatz zur suboptimalen Schwimmsaison verlief mein Uni-Jahr besser als erwartet. Während ich im ersten Semester schon einen sehr guten Notendurchschnitt von 3,78 (4.0 ist in Amerika ja der perfekte Notendurchschnitt) hatte, habe ich mich im zweiten Semester selbst überrascht. Am Ende gab es für mich vier mal die Bestnote A , und ein A-, also einen Notendurchschnitt von 3,94 - durchaus zufriedenstellend auch wenn mich das A- in meinem Relikurs schon etwas gewurmt hat. Aber auch außerhalb des Schwimmbades und der Klassenzimmer hatte ich ein super tolles Jahr und habe viele neue Freundschaften geschlossen und alte vertieft. Eins der alljährlichen Highlights ist unser „Spring Weekend,“ und das Softballtunier, was im Rahmen dieses Wochenendes stattfand. Dieses Jahr war ich mit zwei meiner besten Freundinnen, Lanae und Erica, und den Fußballern in einem Softballteam und wir hatten jede Menge Spaß. Zudem kamen auch noch meine Freunde Melanie und Bob aus Newark in Delaware zu Besuch und gemeinsam konnten wir St. Bonaventure im Ausnahmezustand genießen. Nach dem Spring Weekend begann dann allerdings die Lernphase und mein neues Zuhause war die Bibliothek. Meine Klausuren waren allerdings auf nur zwei Tage verteilt, so dass ich die restliche Zeit bis zu meinem Abflug noch genießen konnte. Da meine Freundin, Teamkollegin und Mitbewohnerin Lanae nun ihre Zeit an meiner Uni beendet und ihren Bachelor vollendet hat, bin ich noch für ihre „Graduation“ da geblieben und anschließend mit ihr nach Hause gefahren. Da Lanae in der Nähe von New York City wohnt, bot es sich natürlich an, dass ich vor meinem Heimflug noch mal einen Abstecher in meine amerikanische Lieblingsstadt mache. Und so traf ich mich Dienstagvormittag mit ein paar New Yorker Freundinnen und gemeinsam mit ihnen besuchte ich mein erstes Baseball-Spiel. Ausgestattet in einem echten „Mets-“ Fanshirt versuchte ich also die Regeln zu verstehen und feuerte das New Yorker Team an. Ohne Erfolg jedoch, denn die Mets konnten nicht einen einzigen Punkt erzielen. Unserer Stimmung hat das jedoch nicht geschadet und wir alle hatten eine schöne Zeit zusammen in New York. Eine schöne Zeit werde ich für die nächsten drei Monate mit Sicherheit auch in Deutschland haben. Das erste Wochenende war zumindest schon einmal ein super Anfang...

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