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Zurück in die Zukunft

HUCKARDE Die Bauarbeiter, die derzeit das Verwaltungs- und Waschkauengebäude der Kokerei Hansa sanieren, begeben sich auf eine Art Zeitreise. Ihr Job: Das Flair der 50er Jahre wieder erfahrbar zu machen.

von Von Arndt Brede

, 16.10.2007

Und zwar für die rund 20.000 jährlichen Besucher. Denn die Gebäude werden wieder in einen annähernd historischen Zustand versetzt, damit die Kokerei Hansa auch in Zukunft attraktiv ist.

Die Pläne stellten gestern Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung "Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur", Architekt Heinrich Böll und Rainer Rossmann, Leiter der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, vor. Die Idee: "Wir wollen erstens den Info-Punkt als erste Anlaufstelle für die Besucher optimieren, zweitens den Bestand des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten und drittens die Räume an moderne Arbeitsplatzanforderungen anpassen", erklärt Ursula Mehrfeld.

Und das Maßnahmenpaket wird so geschnürt:

Der Empfangsbereich der Kokerei - gleichzeitig Info-Punkt auf der Route Industriekultur - wird heller und einladender, indem eine Mauer rausgenommen wird. Dort, wo einst die Markenkontrolle der Kokerei war, können sich demnächst Besucher umfassend informieren. Die Glasbausteine werden rausgenommen und durch großzügige Sichtverglasung ersetzt.

Die Sanitäreinrichtungen werden saniert.

Der hintere Teil der Kantine wird durch eine Glaswand abgetrennt, so dass ein Fluchtweg für die Waschkaue und das Obergeschoss entsteht.

Heizungsanlagen und Elektroinstallationen werden erneuert.

Die Fassade wird gereinigt.

Die Waschkaue schließlich wird zum Versammlungs- und Veranstaltungsraum umgestaltet, den Interessierte mieten können. Alle Maßnahmen werden eng mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt. Leiter Rainer Rossmann lobt die Zusammenarbeit: "Vor allem, wenn man bedenkt, dass bei allem Interesse, das Historische zu erhalten, auch dem Wunsch der Eigentümerin Rechnung getragen werden muss, zu modernisieren."

Die Arbeiten sollen bereits Mitte Dezember abgeschlossen sein. Gesamtkosten: 562.400 Euro, die - bei einem Eigenanteil der Stiftung von 56.400 Euro - aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert werden.

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