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Zusammenstöße bei Protesten gegen Pegida-Ableger in Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa) Dem Aufruf der Initiative «Widerstand Ost/West» folgen rund 200 Menschen. Tausende Polizisten schützen sie vor Gegendemonstranten, die die geplante Marschroute blockieren. Es kommt zu Zusammenstößen.

Zusammenstöße bei Protesten gegen Pegida-Ableger in Frankfurt

Am Rande der rechtsgerichteten Demonstration «Widerstand Ost/West» kommt es in Frankfurt am Main zu Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei. Foto: Boris Roessler

Mit Sitzblockaden und massiven Protesten haben sich am Samstag rund 2000 Menschen in Frankfurt am Main einem Aufzug von etwa 200 Islamgegnern, Nationalisten und Hooligans entgegengestellt.

Dabei kam es zu Zusammenstößen mit starken Polizeikräften, die die erste bundesweite Veranstaltung des Pegida-Ablegers «Widerstand Ost/West» zu sichern hatten. Einige tausend Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, um beide Seiten voneinander zu trennen.

An den Polizeisperren rund um den zentralen Roßmarkt kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen teilweise vermummten Mitgliedern von linken Gruppen und Einsatzkräften. Eier und Tomaten wurden geworfen, Böller und Rauchkerzen gezündet. Die Polizei verstärkte ihre Absperrungen mit Wasserwerfern und Hunden. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es Verletzte auf beiden Seiten, einige Demonstranten wurden festgenommen.

Die Anhänger des «Widerstands Ost/West» wurden laut Polizei auf dem Roßmarkt nach Waffen durchsucht. Die Anmelderin der Versammlung, Esther Seitz, sagte mit Blick auf rechtsextreme Hooligans: «Ich freue mich, so viele Hools zu sehen - ihr seid als erste aufgestanden.»

Der Münchener Islamgegner Michael Stürzenberger sagte, wenn Hooligans sich Schlägereien mit Anhängern gegnerischer Fußballvereine lieferten, dann sei das «Sport, fairer Kampf Mann gegen Mann, da ist überhaupt nichts dagegen zu sagen».

An einer Protestkundgebung des Frankfurter Römerbergbündnisses, dem unter anderem Gewerkschaften und die beiden großen christlichen Kirchen angehören, nahmen mehrere hundert Menschen teil. Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, sagte, seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung im Herbst vergangenen Jahres versuchten Rechtsextremisten, sich einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. «Das ist die schleichende Gefahr.»

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