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Zverev gleich zum Start gefordert

Paris. Die größte deutsche Tennis-Hoffnung bei den French Open muss schon am Eröffnungstag auf den Platz. Alexander Zverev ist am Sonntagabend im Stade Roland Garros gefordert. Ein anderer deutscher Profi verpasste bei der Einstimmung auf Paris einen Turniersieg.

Zverev gleich zum Start gefordert

Alexander Zverev geht ohne Druck, aber sehr hoffnungsvoll in das zweite Grand Slam des Jahres. Foto: Gregorio Borgia/AP

Gleich am ersten Turniertag wird es für Alexander Zverev bei den French Open ernst. Der Hamburger muss schon am Sonntag in Paris zu seinem Erstrundenmatch gegen den Litauer Ricardas Berankis antreten.

Bisher hat Zverev noch nie gegen den 92. der Tennis-Weltrangliste gespielt, als Nummer zwei der Setzliste geht Zverev als klarer Favorit in die Partie, die als letzte Begegnung des Tages auf dem zweitgrößten Platz Suzanne Lenglen angesetzt ist.

Erst der French-Open-Titelverteidiger und zehnmalige Paris-Champion Rafael Nadal stoppte am vorigen Sonntag beim Finale des Masters-Turniers in Rom Zverevs eindrucksvolle Serie von zuvor 13 Siegen. Am Freitag versicherte der 21-Jährige: „Jetzt spüre ich die Belastungen nicht mehr.“ Eine dreitägige Pause in seiner Wahlheimat Monaco und ein Bootsausflug mit Freunden auf dem Mittelmeer taten Körper und Kopf gut. „Jetzt fühle ich mich wieder frisch“, sagte Zverev. Vor einem Jahr scheiterte er in Paris gleich in der ersten Runde gegen den einstigen Top-Ten-Spieler Fernando Verdasco aus Spanien, diesmal stehen die Chancen bedeutend besser.

Gleich auf den Platz darf auch wieder Oscar Otte, der am Freitag in der letzten Qualifikationsrunde eigentlich ausgeschieden war. Als sogenannter Lucky Loser rutschte er aber noch nachträglich ins Hauptfeld. Der 24 Jahre alte Kölner ist gegen den Weltranglisten-96. Matteo Berrettini aus Italien keinesfalls chancenlos. Mit Otte sind nun 15 deutsche Teilnehmer dabei.

Der Münchner Peter Gojowczyk reist ohne den erhofften zweiten Turniersieg seiner Karriere nach Paris. Der Davis-Cup-Spieler verlor das Endspiel in Genf klar mit 2:6, 2:6 gegen den Ungarn Marton Fucsovics. Der Österreicher Dominic Thiem - zuletzt zweimal im French-Open-Halbfinale - triumphierte im Endspiel in Lyon mit 3:6, 7:6 (7:1), 6:1 gegen den Franzosen Gilles Simon.

Die sieben deutschen Damen greifen erst ab Montag ein. Angelique Kerber stimmte sich am Samstagmorgen mit der Französin Caroline Garcia auf dem großen Court Philippe Chatrier auf das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres ein, bevor es in Paris bis zu 30 Grad warm und schwül wurde. Bei vorsommerlichem Wetter strömten am Kindertag Tausende kleiner Tennis-Fans mit ihren Eltern auf die Anlage im Südwesten von Frankreichs Metropole.

Andrea Petkovic bekam vor ihrem Auftaktmatch ein dickes Lob von ihrer französischen Gegnerin Kristina Mladenovic. „Andrea ist eine große Spielerin. Auch wenn sie nicht mehr so stark aufspielt wie vor einigen Jahren, bleibt sie gefährlich“, sagte die Lokalmatadorin laut der Sportzeitung „L'Equipe“. Mladenovic hat bisher noch nie gegen die Darmstädterin gewonnen und erinnerte an eine knappe Niederlage vor vier Jahren auf dem Centre Court im Stade Roland Garros. Damals stieß Petkovic bis ins Halbfinale vor.

Bei den Frauen sind neben Petkovic und Kerber noch Mona Barthel, die gleich auf Kerber trifft, Carina Witthöft, Laura Siegemund, Julia Görges und Tatjana Maria dabei. Bei den Herren qualifizierten sich noch Maximilian Marterer, Philipp Kohlschreiber, Mischa Zverev, Florian Mayer, Jan-Lennard Struff und Peter Gojowczyk, der am Samstag noch das Finale beim ATP-Turnier in Genf bestritt.

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