Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Zwei Männer nach Brandanschlag auf Obdachlosen in Haft

München. Ein schlafender Obdachloser entgeht in München nur knapp einem Brandanschlag. Videokameras halten das Ganze fest, die Polizei fahndet nach zwei Tatverdächtigen - mit Erfolg.

Zwei Männer nach Brandanschlag auf Obdachlosen in Haft

Eingang zur U- und S-Bahnstation am Münchener Hauptbahnhof. Die zwei Tatverdächtigen, die dort die Habeligkeiten eines Obdachlosen angezündet hatten, sind gefasst worden. Foto: Matthias Balk

Nach der Festnahme von zwei Männern im Zusammenhang mit einem Brandanschlag auf einen schlafenden Obdachlosen am Münchner Hauptbahnhof ist gegen beide Haftbefehl erlassen worden. Das teilte ein Sprecher der Polizei München mit.

Die Männer waren in der Nacht zum Sonntag festgenommen worden. Ein 25-Jähriger ohne festen Wohnsitz habe sich in Starnberg gestellt, ein 29-Jähriger sei an seinem Arbeitsplatz in München gefasst worden, sagte ein Sprecher der Polizei München. Die Männer hätten die Tat eingeräumt und bei der Vernehmung gesagt, dass sie sich „einen Spaß erlaubt“ hätten. Ihnen wird versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Am Freitag hatte die Polizei mit Bildern einer Überwachungskamera nach den aus Italien stammenden Tatverdächtigen gefahndet. Daraufhin meldeten sich den Angaben zufolge mehrere Zeugen, die die beiden erkannt hatten. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor über die Festnahme berichtet.

Anfang November war es nachts zu dem Brandanschlag auf den 51 Jahre alten Obdachlosen gekommen. Zuerst hatten zwei Männer den Mann fotografiert, Selfies mit ihm gemacht und schließlich mit einer brennenden Zigarette seine Habseligkeiten angezündet. Passanten schoben die brennenden Tüten weg und verhinderten so Schlimmeres. Der Mann, der auf einer Bank an einem S-Bahnsteig schlief, blieb unverletzt. Er hätte sich laut Polizei erhebliche Brandverletzungen zuziehen können. Die Tatverdächtigen waren per S-Bahn geflohen.

Ein ähnlicher Fall in Berlin hatte vergangene Weihnachten bundesweit für Aufsehen gesorgt. Auch dort war ein schlafender Obdachloser angezündet worden. Fahrgäste löschten die Flammen, der ahnungslose Mann blieb ebenfalls unverletzt. Ein Haupttäter war sechs Monate später wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

Frau fährt in Leitplanke - Ehemann und Ersthelfer sterben

Schweinfurt. Drama in der Nacht: Eine Frau fährt mit ihrem Auto in die Leitplanke, ihr nachfolgender Ehemann und ein weiterer Fahrer wollen helfen. Doch beide werden von einem anderen Auto erfasst.mehr...

Panorama

Tödlicher Streit unter Mädchen: Tatverdächtige schweigt

Dortmund. Ein Parkdeck mit Uringeruch und bröckelndem Putz: In diesem trostlosen Umfeld ist eine 15-Jährige in Dortmund nach einem Teenagerstreit tödlich verletzt worden und kurz danach gestorben. Was bleibt, sind Fassungslosigkeit, Trauer und viele Fragen.mehr...

Panorama

Suche nach dem Kindermörder: DNA-Massentest hat begonnen

Landgraaf. Wer hat den kleinen Nicky Verstappen vor 20 Jahren getötet? Jetzt hat ein DNA-Massentest begonnen - im niederländischen Grenzgebiet, dicht bei Aachen. Die Teilnehmer stehen voll hinter der Aktion - auch wenn sie zur Zeit der Tat noch Kinder waren.mehr...

Panorama

Tödlicher Streit unter Teenagern

Dortmund. Ein Streit unter zwei Mädchen mit tödlichen Folgen: Eine 15-Jährige ist am Freitag in Dortmund nach einer Attacke vermutlich mit einem Messer gestorben. Gegen ihre 16-jährige Kontrahentin wurde Haftbefehl erlassen. Sie schweigt und hat einen Anwalt hinzugezogen.mehr...

Panorama

US-Firmen beenden Unterstützung für Waffenlobby NRA

Washington. Die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) gilt als eine der mächtigsten Lobby-Gruppen in den USA. Die NRA hat sich der Verteidigung des zweiten Verfassungszusatzes verschrieben: dem Recht, eine Waffe zu besitzen und zu tragen. Jetzt gerät sie zunehmend unter Druck.mehr...