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Zwei Stunden Schreien pro Tag nach Geburt normal

Weimar (dpa/tmn) Mein Kind schreit viel - aber ist es auch ein Schreibaby? Das fragen sich viele junge Eltern. Wie man ein so ein Baby erkennt und wie man am besten damit umgeht, das erklären Experten.

Zwei Stunden Schreien pro Tag nach Geburt normal

Wer sich mit dem Weinen seines Kindes überfordert fühlt, sollte sich frühzeitig Hilfe holen. Die zahlreichen Angebote helfen jungen Eltern, besser mit der Situation umzugehen. Foto: Carmen Jaspersen

In den ersten Lebenswochen kann ein Baby etwa zwei Stunden täglich schreien, ohne dass sich Eltern Sorgen machen müssen. Laut australischen Forschern glaubt die Hälfte der Eltern fälschlicherweise, dass ihr Baby ein Schreibaby ist. «Als ein Schreibaby gilt ein Säugling, der täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen der Woche über mehr als drei Wochen aus unerklärlichen Gründen schreit und sich kaum beruhigen lässt», sagt Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar und Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.

«Dann und wenn Still- und Schlafprobleme hinzukommen oder Eltern sich überfordert fühlen, sollten sie frühzeitig die Hilfe ihres Kinder- und Jugendarztes in Anspruch nehmen», rät sie. «Denn überforderte Eltern neigen dazu, falsch zu handeln, und es besteht die Gefahr, dass sie den Säugling zum Beispiel schütteln, was zu lebensgefährlichen Schäden führen kann.» Informationen dazu hält die Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit auf ihrer Website bereit.

Heute gehen Experten bei Schreibabys von einer Regulationsstörung aus. Das heißt, die Babys können sich nicht ihrem Alter entsprechend selbst beruhigen. «Der Kinder- und Jugendarzt hilft, Fütter- und Stillprobleme oder eine überforderte Verdauung aufzudecken und weiß, wo Eltern eine eingehende Beratung erhalten», sagt Niehaus. Bei der Durchsicht von verschiedenen Studien ermittelten die Australier, dass das Füttern bei den ersten Unmutszeichen des Babys sowie viel Hautkontakt das Weinen eventuell mindern kann. Wenn ein Kind schon aus der Fassung geraten ist, empfehlen sie, es ruhig zu halten, bis es trinkbereit ist.

Bei einer «gesunden» neuronalen Reifung verringert sich das Schreien auf durchschnittlich etwa 70 Minuten, wenn das Baby zehn bis zwölf Wochen alt ist, mit fünf Monaten beruhigen sich die meisten Babys.

Informationen für Eltern

Verzeichnis von Hilfsangeboten

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