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Zwillinge wollen mit Akustik-und Hip Hop durchstarten

Musikkarriere per Mausklick

Sie werden von Fans angehimmelt und verkaufen eigene CDs – dabei haben die Evinger Zwillinge Dennis und David Losch nicht einmal einen Plattenvertrag.

EVING

von Von Sarah Hinderer

, 14.08.2010

Möglich machen das InternetPlattformen, auf denen die beiden ihre Musik präsentieren und User Kommentare und Fan-Botschaften hinterlassen können. „Wir laden unsere Lieder hoch und ich spiele auch manchmal Gitarre vor der Webcam“, erzählt der 20-jährige Dennis. Sein neun Minuten jüngerer Zwillingsbruder David hat über die Webseite auch seine CD an Fans verkauft. „Dort bekommen wir direktes Feedback, wie von einem Publikum“, erzählt David begeistert. Ähnlich, aber nicht gleich Trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeiten unterscheidet sich ihr Musikgeschmack.

Dennis steht auf Jack Johnson während die Wände von Davids Zimmer Poster von seinem Vorbild Eminem zeigen. Anders als sein Idol konzentriert sich David jedoch auf deutschsprachigen Hip Hop. Dennis legt mehr Wert auf Instrumente, hat sich Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavierspielen selbst beigebracht. Das nächste Ziel des Evingers: Ein Album produzieren, wie David. „Es ist schon fertig“, erzählt Dennis stolz. Bevor er es im Tonstudio, das sich die beiden in Davids Jugendzimmer eingerichtet haben, aufnehmen kann, muss der Design-Student noch einige Getränkekisten durch den Supermarkt tragen. Denn: „Nur mit Nebenjobs kann ich die Musik finanzieren.“

Bei Rapper David haben sich die Investitionen bereits ausgezahlt. Der Verkauf seines Albums „Meine Musik“ hat inzwischen erste Gewinne abgeworfen. „Im Ruhrgebiet ist das jedoch schwer, weil die Szene einfach nicht so groß ist“, erzählt der Abiturient. Eving zu verlassen kommt dennoch nicht in Frage. „Ich bin Dortmunder, mit ganzem Herzen“, betont er. Und sein Zwillingsbruder ergänzt: „Ruhm und Geld können uns auch nur dabei helfen, das, was wir jetzt schon tun, auszubauen: Ehrliche Musik zu machen.“ Nicht nur virtuelle Ziele Ziele haben die beiden natürlich trotzdem: Die Fan-Community ausbauen, mehr Aufträge bekommen, bekannter werden. „Damit die CDs irgendwann in einem realen, nicht-virtuellen Regal im Laden stehen.“