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Zwölf Tote bei neuen Terroranschlägen in Algerien

Algier/Paris (dpa) Einen Tag nach einem Blutbad mit 43 Toten ist Algerien von neuen Terroranschlägen erschüttert worden. Im Zentrum der Stadt Bouira, knapp 100 Kilometer südöstlich von Algier, rissen zwei Selbstmordattentäter am Mittwoch bei einem Doppelanschlag 12 Menschen mit in den Tod.

Zwölf Tote bei neuen Terroranschlägen in Algerien

Ein Selbstmordanschlag östlich von Algier hat Algerien erschüttert.

Ein Attentäter hatte es offenbar auf ein Hotel abgesehen. Im letzten Augenblick habe er mit seinem Sprengstoffauto dann jedoch einen Bus gerammt, berichtete die Internetzeitung «Tour sur l'Algérie» unter Berufung auf Militärkreise. In dem Bus waren algerische Angestellte einer kanadischen Baufirma unterwegs, berichteten französische Medien. Zwölf Personen starben, 15 Businsassen seien verletzt worden. Die Angestellten waren auf dem Weg zu einer Baustelle an einem Staudamm.

Wenige Minuten zuvor sprengte sich ein zweiter Attentäter mit einem Auto vor einem Gebäude der Militärverwaltung in die Luft. Dabei wurden vier Soldaten verletzt. Der Anschlag habe offenbar dem lokalen Kommandanten der Armee gegolten, der sich in dem Verwaltungsgebäude aufhielt, berichtete der staatliche Rundfunk.

Zu dem Doppelanschlag bekannte sich zunächst niemand. Zuvor hatte es mehrere Anschläge der aus der radikalislamischen Terrorgruppe GSPC hervorgegangenen Organisation El Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) gegeben.

Am nahen Hotel zerbarsten durch die Wucht des Detonation Fensterscheiben. Augenzeugen berichteten, die Explosion sei im Umkreis von mehreren hundert Metern zu hören gewesen. Das Stadtzentrum sei sofort weiträumig abgesperrt worden.

Die Regierung in Algier erklärte, sie werde «den Terrorismus bis zu seiner Eliminierung fest entschlossen bekämpfen» und gleichzeitig «nicht vom Pfad der nationalen Aussöhnung abweichen». UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und die EU verurteilten die Gewalt. Die EU bekräftigte ihre Unterstützung für die algerischen Behörden beim Kampf gegen Terrorismus.

Erst am Dienstag waren in Issers, 60 Kilometer östlich von Algier, 43 Menschen bei einem Anschlag getötet und 45 weitere verletzt worden. Der Angreifer hatte sein Sprengstoffauto gegen den Haupteingang der Polizeischule gesteuert, vor dem zahlreiche Prüfungskandidaten warteten.

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