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kunstzweidrei: Neues aus den Ateliers

BOCHUM Kalt, spartanisch und funktionell - so wirkten die Räume der am Samstag eröffneten Kurz-Ausstellung "kunstzweidrei" des Bochumer Künstlerbundes. Doch die Arbeiten der 21 Teilnehmer ließen das unbehagliche Ambiente in den Räumen des Stadtarchivs vergessen.

von von Johannes Groß

, 07.10.2007

Als "Blick in das Atelier und Möglichkeit des Dialogs zwischen Künstler und Besucher" beschrieb Dieter Fleskes, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft, die Werkschau unterschiedlichster Kunststile. Skulpturen, Gemälde, Fotografien, Installationen - "kunstzweidrei" war abwechslungsreich.

Farbspiele

Etwa Gabriele Elger, die intensive Farbspiele auf ihren Bildern darstellt, die vom rot-schwarzen Postkartenformat bis zum schwarz-neongelben, wandfüllenden Gemälde reichen. Horst-Dieter Gölzenleuchter wird in seinen Collagen politisch, ohne dabei platt zu wirken. Seine Arbeiten wirken tiefgründig, durchdacht und führen vor Augen, wie schnell einstige Skandale und Katastrophen aus dem Blickfeld des Einzelnen und der Gesellschaft geraten. Gölzenleuchter behält den Blick für das Wesentliche.

Überraschungsei

Ganz andere Wege geht Solmund Rudlof. In einer Videoinstallation zeigt sie stetig transformierende Hände und sensibilisiert so für einen neuen, filigraneren Blick auf den Körper. Stark auf der visuellen Ebene arbeitet auch Monika Ortmann, die die Welt als sich ständig wandelndes Geflecht aus Informationen, Stimmen, Gesichtern und Bilder inszeniert. Sabine Gille legte bei der Ausstellungseröffnung selbst Hand an einem "Überraschungsei" aus Holz an.

Etwa 40 Besucher waren zur Eröffnung der Einladung des Künstlerbundes gefolgt, andere nutzten den Sonntag für einen Besuch. Vorsitzender Klaus Nixdorf bedankte sich in seiner Begrüßungs bei der Stadt Bochum und dem Zentrum für Stadtgeschichte für die Zusammenarbeit. Deren Vertretern Heinz-Dieter Fleskes und Dr. Ingrid Wölk überreichte Nixdorf den neuesten Jahreskalender des Künstlerbundes.