Sarah Perry: „Die Schlange von Essex“

Buchkritik

Sarah Perrys preisgekrönter Roman „Die Schlange von Essex“ liegt in Deutsch vor.

von Britta Helmbold

02.02.2018, 08:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sarah Perry: „Die Schlange von Essex“

Den Britischen Buchpreis 2017 in der Kategorie Roman hat Sarah Perry für „Die Schlange von Essex“ gewonnen. Nun liegt die deutsche Übersetzung vor.

Der historische Roman spielt im Jahr 1893 in England und wartet mit einem bunten Themenmix auf: (Aber-)Glaube und Wissenschaft, Liebe und Politik.

Heldin spielt Naturwissenschaftlerin

Sarah Perrys Heldin Cora reist nach dem Tod ihres Mannes mit ihrem eigenartigen Sohn und Haushälterin Martha von London in ein Küstenstädtchen, nach Aldwinter.

Dort spielt die Frau aus der besseren Gesellschaft Naturwissenschaftlerin, sammelt Steine, und steht den Thesen Charles Darwins aufgeschlossen gegenüber.

Streit mit dem Pfarrer

Deshalb gerät sie mit dem dort ansässigen Pfarrer in Streit, dennoch verlieben sie sich.

Im Dorf selbst bestimmt Aberglaube die Bewohner. Sie fürchten sich vor der im Titel genannten Schlange. Martha wiederum sorgt für Sozialpolitik, sie setzt sich für bessere Wohnungen in London ein. Für ihre Zwecke spannt sie einen wohlhabenden Arzt ein. Der wiederum hat einen Freund, ebenfalls Arzt, der gewagte Operationen durchführt...

Konstruierte Geschichte

Ausschweifend erzählt Autorin Perry ihre konstruierte Geschichte.

Doch als Leser fragt man sich, ob sie sich nicht entscheiden konnte, über was sie schreiben will.

Sarah Perry: Die Schlange von Essex, 492 S., Eichborn, 24 Euro, ISBN 978-3-8479-0030-6.
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