Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Lampen gibt es im Sternbusch im Schlosspark Nordkirchen genug, dennoch bleibt es dunkel

rnFachhochschule für Finanzen

Der Weg „Am Sternbusch“ im Schlosspark könnte die ideale Strecke für Schulkinder aus dem Gebiet Deipenbrock, Holtkampstraße und Im Grünen Winkel sein. Allerdings gibt es ein großes Problem.

Nordkirchen

, 07.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Tim Schlözer ist schon lange am Ball. Seit der Einschulung seines Sohns vor dreieinhalb Jahren macht er sich für eine Reparatur der Beleuchtung auf dem Weg stark. Er hat Kontakt mit der Fachhochschule für Finanzen und der Gemeindeverwaltung aufgenommen, weil von den rund 15 Leuchten fast keine mehr funktioniert. Das sollte sich ändern, so der Wunsch von Tim Schlözer. Das findet auch Barbara Sauer aus dem angrenzenden Wohngebiet. Ihre Tochter besucht seit dem Sommer die Gesamtschule. Und auch sie muss sich damit abfinden, dass es hier kein Licht gibt.

Der Fachhochschule für Finanzen ist das Problem bekannt. „Es geht aber nicht darum, einige defekte Lampen auszuwechseln. Die gesamte Anlage ist abgängig“, sagt auf unsere Anfrage Verwaltungsleiter Klaus-Wilhelm Gratzfeld. Dass die gesamte Beleuchtungsanlage in einem so schlechten Zustand ist, sei Folge von Vandalismus. Gratzfeld ist bekannt, dass die Gemeinde großes Interesse an einer Reparatur oder einer Neuanlage hat. Beim Antrittsbesuch der neuen FH-Leiterin Claudia Potthoff-Kowol hätten Bürgermeister Dietmar Bergmann und Bauamtsleiter Josef Klaas das Thema angesprochen.

Projekt steht auf der Liste für 2019

Mittlerweile hat die Fachhochschule das Projekt auf die Liste für 2019 genommen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass es auch im nächsten Jahr umgesetzt wird. Immerhin gehe es, so Gratzfeld, um einen fünfstelligen Betrag. Deshalb müsse genau geprüft werden, ob eine Umsetzung in 2019 finanziell möglich sei. Vor einer grundlegenden Sanierung oder Erneuerung müsste zudem die Umweltverträglichkeit geprüft werden.

Beim Ortstermin betonen Tim Schlözer und Barbara Sauer wiederholt, dass sie keinen Druck gegenüber der Fachhochschule aufbauen oder Forderungen stellen wollen. Aber sie lassen auch keinen Zweifel darüber aufkommen, dass ihnen eine neue Beleuchtung wichtig ist. Natürlich könnten die Kinder auch auf anderen - gut beleuchteten - Wegen ihre Schule erreichen. Allerdings habe der Weg „Am Sternbusch“ den unschätzbaren Vorteil, dass es hier im Gegensatz zur viel befahrenen Bergstraße die Kinder nicht auf Autos und Lkw achten müssen.

Eltern: „Auch Studenten nutzen den Weg“

Für Tim Schlözers Sohn wird es voraussichtlich der letzte Winter sein, in dem er über das Schlossgelände zur Schule fährt. Nach der Grundschule wird er voraussichtlich zu einer weiterführenden Schule nach Lüdinghausen wechseln. Im „Interesse der Kinder“ aus dem Baugebiet hoffen Tim Schlözer und Barbara Sauer allerdings weiter auf eine Erneuerung der Beleuchtungsanlage. Und nicht nur die Kinder würden aus ihrer Sicht davon profitieren. Auch zahlreiche FHF-Studenten würden den Weg, der von der Bergstraße bis über die Fasanenallee hinaus führt, profitieren. Zudem führen vom Sternbusch zahlreiche Wege Richtung Plettenberg-Allee, Wohnanlage Sundern und neue Mensa.

Unterstützung bekommen die engagierten Eltern aus dem Nordkirchener Rat. Im Ausschuss für Bauen und Planung sprach Uta Spräner für die Grünen insgesamt das Thema Beleuchtung im Schlosspark an. Aus ihrer Sicht sei es im gesamten Schlosspark sehr dunkel. Dabei werde er von Hundebesitzern und Spaziergängern rege genutzt. Der stellvertretende Verwaltungschef Josef Klaas verwies darauf, dass die Gemeinde das Thema bereits beim Antrittsbesuch der neuen Hochschulleitung angesprochen habe.

Neue Pläne für die alte FHF-Mensa

Für die Studenten dürfte allerdings die Zukunft der unter Denkmalschutz stehenden alter Mensa von noch größerer Bedeutung sein. Verwaltungsleiter Klaus-Wilhelm Gratzfeld will im Gespräch mit den Studenten die Wünsche für die künftige Nutzung ermitteln. Vorstellbar sei beispielsweise, die Räume künftig für Klausuren zu nutzen. Allerdings setzen auch hier wie bei der Beleuchtung die finanziellen Rahmenbedingungen des Landes der Fachhochschule Grenzen.

Lesen Sie jetzt