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Olfens Bürgermeister drückt bei der Suche nach Lösungen für marode Brücken aufs Tempo

rnLippebrücken

Die Zukunft der maroden Lippebrücke in Vinnum steht im Mittelpunkt einer Bürgerversammlung am Montag, 10. Dezember. Das Thema ist nicht loszulösen von einem weiteren Problem.

Olfen

, 05.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Stadt Olfen lädt zu einer öffentlichen Bürgerversammlung zu verschiedenen verkehrsplanerischen Projekten in Vinnum ein. „Zu den Themen gehören der geplante Neubau der Lippebrücke Vinnum sowie der Ausbau der K2 vom Ortseingang Vinnum bis zur Markfelder Straße in Datteln samt Errichtung eines straßenbegleitenden Radweges“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Olfen. Darüber hinaus soll ein Ausblick auf vorgesehene verkehrsplanerische Maßnahmen aus dem Dorfinnenentwicklungskonzept Vinnum gegeben werden.

Die Bürgerversammlung findet am Montag, 10. Dezember, um 18 Uhr im Saal des Hotel-Restaurants Mutter Althoff, Hauptstraße 42, in Vinnum statt. In der Bürgerversammlung werden Vertreter der Kreise Coesfeld, Unna und Recklinghausen sowie der Stadt Olfen die aktuellen Planungen präsentieren und für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.

Irritationen wegen der Vinnumer Lippebrücke

Was die Lippebrücke Vinnum Richtung Waltrop betrifft, haben die bisherigen Informationen laut Bürgermeister Wilhelm Sendermann „in Vinnum für Irritationen gesorgt“. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 4. Dezember, erklärte der Bürgermeister: „Es geht insbesondere um Informationen, die vor einiger Zeit in Datteln öffentlich gemacht wurden, dass eine umfangreiche Sperrung der Brücke die Konsequenz sei.“ Um sich gemeinsam mit den Vinnumer Bürgern das Thema genau erklären zu lassen und Fragen stellen zu können, habe die Stadtverwaltung die Initiative ergriffen und die Protagonisten eingeladen. Es sei nötig, den aktuellen Sachstand zu hören. „Denn seitdem hat sich ja auch ergeben, wie die Situation an der Lippebrücke in Ahsen ist.“ Wie die Planungsträger mit dieser Herausforderung - nämlich Lösungen für gleich zwei marode Lippebrücken zu finden - umgehen, darüber erhofft sich Sendermann am Montag in der Bürgerversammlung Auskunft.

Nicht mit dem größten Tempo unterwegs

Ausschussmitglied Christian Burbank (CDU) sagte während der Ausschusssitzung zum Thema gesperrte Lippebrücke Ahsen: „Ich habe den Eindruck, dass die zuständigen Protagonisten beim Kreis Recklinghausen nicht gerade mit dem größten Tempo unterwegs sind.“ Er bat Bürgermeister Sendermann um eine Einschätzung des Sachstandes und um eine Prognose. Sendermann bezog dazu Stellung: „Es hat kürzlich ein Gespräch beim Kreis Coesfeld mit der Stadt Datteln und dem Kreis Recklinghausen gegeben. Die Ernsthaftigkeit, wie denn die Gesellschaft diese Brückensperrung sieht, haben die Bürgermeister aus Datteln und Olfen den Hauptverantwortlichen deutlich gemacht. Ich habe den Eindruck, dass sie das verstehen. Nicht jeder versteht vielleicht, was das denn für die Zeitplanung heißen soll, wenn man jetzt sagt, man vergebe Ingenieurleistungen, um diese und jene Antwort zu bekommen. Ich versichere Ihnen, dass ich mich regelmäßig dafür einsetze, dass hier eine Lösung nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird. Und ich gehe davon aus, so ist es uns avisiert worden, dass jetzt in diesen Tagen ein Ingenieur beauftragt wird, nicht nur an konkreten Lösungen zu arbeiten. Sondern wir werden wieder zusammenkommen und ich möchte wissen, wann diese konkreten Lösungen vorliegen.“ Denn diese konkreten Lösungen seien dann die Alternativen Provisorium oder Neubau. „Die Alternativen heißen für mich nicht in acht oder zehn Jahren, sondern unverzüglich.“

Olfens Bürgermeister drückt bei der Suche nach Lösungen für marode Brücken aufs Tempo

Die Lippebrücke in Ahsen ist komplett gesperrt. © Thomas Aschwer

Zehntausende Kilometer Umweg

Das bedeute, dass ohne Zeitverzug an Genehmigungen gearbeitet werde. Sendermann weiter: „Hier werden zurzeit Bedürfnisse der Menschen nicht befriedigt. Und das sind nicht nur die Leute, die durch Ahsen zu ihrem Arbeitsplatz kommen, sondern es sind auch die Wechselwirkungen von Olfenern und Ahsenern im direkten Austausch miteinander. Das sind Menschen, die jeden Tag darunter leiden, dass das nicht funktioniert. Ich möchte nicht wissen, wie viele Zehntausende von Kilometern dabei rauskommen, weil die Brücke nicht zur Verfügung steht.“ Anfang Januar müssen die Beteiligten laut Sendermann wieder zusammenkommen, um abzustimmen, wie die Erkenntnisse des Ingenieurs sind. Diese Information müsse dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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