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Wie ist der FC Schalke 04 vor Beginn der neuen Bundesligasaison aufgestellt? Wir analysieren die einzelnen Mannschaftsteile vom Torwart bis zum Sturm - diesmal geht es um das Mittelfeld.

Gelsenkirchen

, 23.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit Leon Goretzka und Max Meyer hat der FC Schalke 04 im Mittelfeld zwei Stammspieler verloren. Trainer Domenico Tedesco gibt sich jedoch zuversichtlich, dass die sportliche Substanz in diesem Mannschaftsteil mindestens erhalten bleibt. Dafür sollen zum Beispiel die beiden Neuzugänge Omar Mascarell (Eintracht Frankfurt) und Suat Serdar (Mainz 05) sorgen.

Mascarell hat eine klares Aufgabenprofil

Beide bringen laut Tedesco „Super-Qualität“ mit. Mascarell soll im Mittelfeld den defensiven Part übernehmen. Der 25-Jährige gilt als kompromisslos im Zweikampf und mit einer guten Spielübersicht ausgestattet. Es gebe „viele Spieler für die Positionen im Zentrum, die eine Menge Qualität mitbringen. Das ist der Schlüssel, um in der Spitze mitspielen zu können. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt“, sagte Mascarell, der sich darüber freut, dass Trainer Domenico Tedesco „an meine Qualitäten glaubt“.

Kaderanalyse - Mittelfeld: Der Konkurrenzkampf tobt

Omar Mascarell ist ein starker Zweikämpfer, aber auch mit einer guten Übersicht in der Spieleröffnung ausgestattet. © dpa

Diese Einschätzung gilt auch für Suat Serdar. „Er kann auf der Sechser oder Achter-Position spielen“, hat Tedesco im Trainingslager in Mittersill verraten, wie er mit dem Ex-Mainzer plant. Serdar hat in den Testspielen schon bewiesen, dass er Schalke verstärken kann. Kleinere Verletzungen sorgten aber bei ihm in der Vorbereitungsphase für so manche unfreiwillige Zwangspause.

Eine Sache fehlt Serdar noch

Der 21-Jährige, den Schalke sich elf Millionen Euro Ablösesumme kosten ließ, hat sich für seine erste Saison bei den Königsblauen viel vorgenommen. „Ich wollte jetzt unbedingt den nächsten Schritt machen und in der Bundesliga oben mitspielen. In Mainz hatten wir leider zwei Jahre Abstiegskampf. Ich bin überzeugt davon, dass Schalke die richtige Wahl für mich ist“, erzählte der vielseitige Mittelfeldspieler, der auch mit einem satten Schuss ausgezeichnet ist. Serdar verfügt zudem über eine hohe Spielintelligenz, was ihm noch fehlt, ist etwas Erfahrung.

Von Nabil Bentaleb erhoffen sich die Königsblauen, dass ihm in dieser Saison endlich der sportliche Durchbruch gelingt. Seine risikobehaftete Spielweise hat der Algerier in der Rückrunde der vergangenen Saison bereits abgelegt, aber die spielerischen Akzente kamen noch zu kurz. „In meiner Anfangszeit als Schalker Trainer hat er ein bisschen zu riskant gespielt, jetzt ein bisschen zu sicher. Da muss Nabil die Balance finden“, sagte Tedesco nach dem Pokalerfolg in Schweinfurt.

Kampf um die linke Seite ist offen

Auf der rechten Außenbahn ist Daniel Caligiuri quasi gesetzt, links kämpfen Baba und Mendyl um einen Stammplatz, zumindest so lange, bis Bastian Oczipka (Leistenoperation) wieder zur Verfügung steht.

Kaderanalyse - Mittelfeld: Der Konkurrenzkampf tobt

Daniel Caligiuri hat gute Chancen sich einen Stammplatz auf der rechten Seite zu erkämpfen. © dpa

Wichtig für Schalke im offensiven Mittelfeld sind Amine Harit und Alessandro Schöpf, die mit ihrer Dynamik jede Abwehr vor Probleme stellen können. Hinzu kommt noch Weston McKennie im defensiven Mittelfeld. Den jungen US-Boy könnte Tedesco aber auch zurück in die Abwehr beordern, weil nach dem Wechsel von Thilo Kehrer (Paris) und der Syndesmoseverletzung von Benjamin Stambouli die Personaldecke in der Innenverteidigung dünner geworden ist.

Warnung vor Enttäuschung

Insgesamt gilt für das Mittelfeld: „Wir haben gute Möglichkeiten zu rotieren“, so Tedesco, der betonte: „Ganz wichtig wird sein, dass es keine Eitelkeiten geben darf.“ Die große Spielerauswahl werde zur Folge haben, dass sich ambitionierte Spieler mitunter auf der Ersatzbank wiederfinden werden. „Auf uns Verantwortliche werden sicher Gespräche zukommen, die nicht so angenehm sein werden. Es wird auch enttäuschte Gesichter geben“, warnte Tedesco seine Spieler schon einmal vor.