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Olaf Thon weiß, wie sich ein Derbysieg anfühlt: Mit fünf Toren hält er den (geteilten) Rekord für die meisten Schalker Derby-Treffer. Für das Spiel am Samstag hat er ein paar Tipps parat.

von Olaf Thon

Gelsenkirchen

, 06.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Natürlich bin auch ich sehr gespannt, wie das Derby am Samstag ausgehen wird. Schon vor dem Anpfiff bin ich vor allem sehr neugierig, für welche Aufstellungen sich beide Trainer entscheiden werden.

Domenico Tedesco und Lucien Favre schätze ich sehr. Sie gelten in der Branche völlig zurecht als „Trainer-Füchse“, mit anderen Worten: Sie machen sich unheimlich viele Gedanken über Taktik und Aufstellung und sind immer wieder für unerwartete Entscheidungen gut. Ob das auch in diesem Derby so sein wird? Lassen wir uns überraschen.

„Es geht beim Spielstand von 0:0 los“

Der BVB schwimmt momentan ohne Zweifel auf einer Welle des Erfolgs. Die Zahlen und seine souveräne Tabellenführung sprechen für sich. Reus und Co. kommen mit ganz breiter Brust in die Veltins-Arena.

Olaf Thon (52) gewann mit Schalke 1997 als Mannschaftskapitän den UEFA-Pokal. 2008 wurde er zum Ehrenspielführer ernannt. Seit 2015 leitet er die eigenständige Abteilung „Traditionself“ des FC Schalke 04.

Doch mit dem Anpfiff zählt weder der 19-Punkte-Abstand zwischen beiden Mannschaften, noch das bisher gezeigte Spielniveau. Es geht beim Spielstand von 0:0 los.

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Mit welcher Taktik kann Schalke zum Erfolg kommen? Meiner Meinung nach verspricht den meisten Erfolg, wenn man die BVB-Spieler frühzeitig attackiert und so oft wie möglich in Zweikämpfe verwickelt. Es muss für Schalke die Marschroute gelten, den Spielrhythmus des Gegners von Anfang an zu stören.

„Warum nicht einmal einem Talent eine Chance geben?“

Ich weiß, dass ist leichter gesagt als getan, aber aufgrund der Schnelligkeit vieler Dortmunder Spieler scheint mir das ein geeignetes Mittel, um dem Favoriten Paroli zu bieten.

Etwas Kopfzerbrechen macht mir allerdings die Personalsituation in der Schalker Offensive. Hier ist die Personaldecke durch Verletzungen sehr dünn. Schade, dass Steven Skrzybski sich verletzt hat. Er verfügt über den Instinkt eines Mitelstürmers.

Schalke muss im Derby den Rhythmus von Borussia Dortmund stören

Auf ihn hält Olaf Thon große Stücke: Steven Skrzybski. © imago

Domenico Tedesco braucht von mir keine Tipps oder Ratschläge, aber ich habe mir am vergangenen Wochenende das A-JugendSpiel zwischen Schalke 04 und dem VfL Bochum angesehen. Da ist mir der Schalker Ahmed Kutucu positiv aufgefallen. Er ist schnell, torgefährlich und besitzt eine gute Spielübersicht.

Domenco Tedesco ist ja immer wieder für die eine oder andere personelle Überraschung gut. Also frage ich mal ganz unbefangen: Warum soll man nicht so einem Talent eine Chance geben?

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