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Schalker Sorgenkind Embolo - Tedesco redet Klartext

Der Kommentar

Ein Lautsprecher ist Domenico Tedesco nicht. Wenn Schalkes Trainer spricht, muss man schon genau zuhören. Aber meistens lohnt es sich, die Ohren zu spitzen. Denn der 32-Jährige ist kein Schönredner. Und schon gar nicht scheut er die Konfrontation mit großen Namen. Das muss nach Benedikt Höwedes nun auch Breel Embolo erkennen.

GELSENKIRCHEN

, 29.10.2017 / Lesedauer: 2 min
Schalker Sorgenkind Embolo - Tedesco redet Klartext

Steht in der Kritik: Breel Embolo. © dpa

Den lässt Tedesco schon seit Wochen auf der Ersatzbank oder Tribüne schmoren, auch gegen Wolfsburg bekam Jung-Profi Fabian Reese in der Schlussphase den Vorzug vor dem Star-Einkauf. Nur im Pokalspiel in Wiesbaden durfte Embolo ein paar Minuten mitkicken. Und da, so Tedesco, „habe man gesehen, dass Breel schon nach acht Minuten platt war“. Acht Minuten: Ein vernichtendes Urteil.

Den Spieler provozieren

Sofort betonte Tedesco, dass er nun „kein Fass deswegen aufmachen wolle“, aber genau das hat er damit getan. Denn Embolo wurde vom Verein nach seiner schweren Verletzung so behutsam aufgebaut, dass er so langsam zu der Verstärkung werden müsste, die er bislang noch nicht ist. Und im Training macht der Schweizer Stürmer auch nicht den Eindruck, als wäre er sich der Situation bewusst, im Moment noch ein wenig mehr leisten zu müssen als andere.

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Tedescos Absicht ist klar: Er will den Spieler provozieren, um mehr Engagement herauszukitzeln. So etwas kann in die Hose gehen, wenn der Fußballer beleidigt reagiert. Und dann hätte Schalke ein teures zweistelliges Millionen-Problem. Dass Tedesco, der bei Embolo auch Selbstkritik übt („Vielleicht kam sein Einsatz in Leverkusen zu früh. Diesen Hut setze ich mir auf“), dieses Risiko nicht scheut, spricht zumindest für Mut.

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