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Rettungswagen mit 27-jährigem Unfallopfer an Bord gerät selbst in einen schweren Unfall

Verkehrsunfall

Zweimal an einem Tag wird eine 27-jährige Nottulnerin Unfallopfer: beim zweiten Mal im Rettungswagen auf dem Weg von Lüdinghausen ins Krankenhaus Lünen. Jetzt nennt die Polizei Details.

Bork, Cappenberg

, 01.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Rettungswagen mit 27-jährigem Unfallopfer an Bord gerät selbst in einen schweren Unfall

Ein Rettungstransportwagen ist am Freitagabend auf der Borker Straße aus Cappenberg kommend an der Einmündung zur Lünener Straße mit einem Lastwagen zusammengestoßen. © Arndt Brede

Ein Rettungswagen war am Freitag (1. Februar) von Cappenberg aus auf der Borker Straße mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn unterwegs, um eine 27-Jährige Nottulnerin ins Krankenhaus nach Lünen zu bringen. Sie hatte sich kurz zuvor bei einem Verkehrsunfall in Lüdinghauusen schwere Verletzungen zugezogen. Nach Auskunft von Polizeihauptkommissar Thomas Illmann kam es gegen 17.30 Uhr an der Einmündung Lünener und Borker Straße zum Zusammenstoß mit einem Lastwagen.

Ursache ungeklärt

„Die Ursache ist bislang ungeklärt“, erklärte Illmann am Unfallort gegenüber der Redaktion. „Wir müssen noch ermitteln, wieso der LKW-Fahrer das eingeschaltete Blaulicht nicht gesehen und das Horn nicht gehört hat.“ Zeugenaussagen zufolge hatte der Lastwagen zuvor leicht gebremst, so Illmann. Auch am Samstag lagen der Polizei dazu noch keine weiteren Erkenntnisse vor.

Rettungswagen mit 27-jährigem Unfallopfer an Bord gerät selbst in einen schweren Unfall

Ein Rettungstransportwagen ist auf der Borker Straße aus Cappenberg kommend an der Einmündung zur Lünener Straße mit einemLastwagen zusammengestoßen. Der Unfall forderte zwei schwer und drei leicht Verletzte.

Nach dem Zusammenstoß an der Kreuzung in Bork/Cappenberg musste die 27-Jährige laut Polizei erst notärztlich versorgt werden, bevor sie in einem anderen Rettungswagen die Fahrt zum Krankenhaus in Lünen fortsetzen konnte.

Der Fahrer des RTW erlitt leichte Verletzungen, genauso wie der LKW-Fahrer und die beiden Rettungsassistentinnen im RTW. Um sich um die Verletzten zu kümmern, waren vier andere Rettungswagen im Einsatz. Ein leitender Notarzt und ein Feuerwehr-Organisationsleiter waren ebenso vor Ort wie Feuerwehrleute aus Selm. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht - dieses Mal ohne Zwischenfälle.

Die Feuerwehr und die Polizei sicherten währenddessen die Unfallstelle.

Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit

Beide am Unfall beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Der LKW musste sichergestellt werden, um Ursachen für den Unfall ermitteln zu können, sagte Polizeihauptkommissar Illmann. Der schwer beschädigte RTW mit total zerstörtem Motorraum wurde abgeschleppt. Auf der Kreuzung lagen überall die Trümmerteile verteilt.Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Unfallort großräumig für den Verkehr gesperrt

Während der Maßnahmen am Unfallort war die Lünener Straße ab Ortsausgang Bork Richtung Lünen gesperrt. Von Lünen aus war die Straße vor dem Siebenpfennigsknapp gesperrt. Autofahrer wurden zudem schon vor dem Sperrbereich von Helfern darauf hingewiesen, dass eine Durchfahrt nicht möglich sei.

Unfall an der Hohen Lucht war vorausgegangen

Nach etwa 21 Uhr war die Fahrbahn wieder passierbar. Die Polizei machte am Abend nähere Angaben zu den Beteiligten: Bei der Frau im Rettungswagen handelt es sich um eine 27-Jährige. Sie war auf dem Weg ins Krankenhaus in Lünen, nachdem sie sich kurz zuvor bei einem Verkehrsunfall in Lüdinghausen schwere Verletzungen zugezogen hatte. Wie die Kollegen der Kreispolizeibehörde Coelsfeld am Samstag berichteten, hatte sich der erste Unfall in Lüdinghausen auf Höhe der Hohen Lucht ereignet: einer Kreuzung zwischen der Bundesstraße 58 nach Aschenberg und Kreisstraße 2 nach Ottmarsbocholt. Wie die Polizei berichtet, hatte die 27-Jährige beim Linksabbiegen mit ihrem Auto das Fahrzeug eines 48-jährigen Lüdinghauseners übersehen. Die PKW stießen zusammen, und beide Fahrer erlitten schwere Verletzungen. Der Mann wurde nach Münster in ein Krankenhaus gebracht, die Frau war auf dem Weg nach Lünen, als der zweite Unfall in Selm passierte.

Der LKW-Fahrer, der einen Auto-Transporter fuhr und mit dem Rettungswagen zusammenstieß, ist nach Angaben der Polizei ein 34-Jähiger aus Slowenien. Der 24-jährige Fahrer des Rettungswagens und zwei 26- und 21-jährige Rettungssanitäterinnen wurden leicht verletzt.

Totalschaden beim Rettungswagen

Der Rettungswagen des Kreises Coesfeld erlitt nach Polizeiangaben Totalschaden. Die Polizei beziffert das mit etwa 160.000 Euro. An dem LKW entstand Sachschaden in Höhe von etwa 8.000 Euro.

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