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Selm macht mit beim Vorlesetag - und baut einen Turm aus Büchern

rnVorlesetag

Selm liest und liest und liest. Mitte des Monats zum dritten Mal öffentlich mit einer besonderen Aktion. Allerdings ist der Titel „78 Meter lesen“ etwas irreführend.

Selm

, 07.11.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Idee schien perfekt. Bei der Suche nach einem besonderen Ziel für die dritte Vorleseaktion war sich das Organisationsteam mit Anja Knipping, Hubert Schaeper und Lothar Kirchner schnell einig. „78 Meter lesen“ sollte das Motto für dieses Jahr sein. Und zwar deshalb, weil Selm 78 Meter über Normalhöhennull liegt. Stand zumindest lange so bei Wikipedia. Der Rest des Konzeptes war schnell „gestrickt“: Am diesjährigen Vorlesetag am Freitag, 16. November, bringen in allen Selmer Schulen und Kindergärten Kinder und Jugendliche eigene Bücher mit und stapeln sie zu Türmen auf.

Nachdem eine unabhängige Jury die Türme vermessen und die Gesamthöhe in der jeweiligen Schule oder dem Kindergarten festgestellt hat, dürfen sich die Kinder und Jugendlichen aus den Büchertürmen Bücher aussuchen und mit nach Hause nehmen. „Indem sich die Kinder und Jugendlichen von bereits gelesenen Büchern trennen und sich gleichzeitig auf neue Bücher freuen, soll ein weiterer Anreiz zum Lesen gesetzt werden“, sagt Lothar Kirchner zum Grundgedanken der diesjährigen Aktion. Ein Ansatz, der in der Stadt großen Anklang findet. Alle Kindergärten und Schulen machen mit. Mit einer einzigen Ausnahme. Der Kindergarten Konfetti hatte schon lange vor der Einladung für den 16. November seinen Betriebsausflug geplant und ist deshalb nicht dabei.

Für das Lesen begeistern

Aber auch so hat die vierköpfige Jury an diesem Freitag genug zu tun. 22 Stationen fährt sie ab morgens 8.30 Uhr an. Am frühen Nachmittag steht dann fest, ob das Ziel erreicht, übertroffen oder knapp verfehlt wurde. Viel wichtiger als die erreichte Stapelhöhe ist den Organisatoren jedoch, einmal mehr Kinder und Jugendliche für das Leser zu begeistern. Deshalb sind Preise ausgelobt worden - unabhängig vom erreichten Ergebnis in der entsprechenden Einrichtung. Dabei werden drei Lostöpfe gebildet. Alle Kindergärten sind in einem Lostopf, alle Grundschulen in einem zweiten und alle weiterführenden Schulen in einem dritten Lostopf. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis für den höchsten Turm. Einige Kindergärten und Schulen wollen es nicht bei der einmaligen Aktion belassen, sondern stimmen bereits im Vorfeld die Kinder mit eigenen Vorlese-Atkionen ein.

Bei Wikipedia geändert

Dass sich Lesen und Recherchieren lohnt, haben übrigens auch die Organisatoren bei der Vorbereitung selbst erfahren. Die 78 Meter über Normalhöhennull für Selm waren bei Wikipedia ohne Quellenangabe veröffentlicht. „Diese Höhe ergab sich als Durchschnittswert zwischen dem tiefsten Punkt von 44 Meter im Dahler Holz an der Lippe in Bork und dem höchsten Punkt von 111,7 Meter am Schlossberg Cappenberg (Ecker Borker Straße, Cappenberger Damm)“, berichtet Lothar Kirchner. Nach einer Datenabfrage beim Bundesamt für Kartografie und Geodäsie ergebe sich ein anderer Wert. „Nunmehr liegt Selm 56 Meter über Normalhohennull.“ Und das sei auch bei Wikipedia geändert worden.

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