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Stephanusfest steht auf dem Prüfstand

rnBorker Kirmes

Zwei Tage lang hatte das neue Stephanusfest Bork atmosphärisch bestimmt. Kirmes und Live-Veranstaltungen waren erstmals vors Amtshaus gezogen. Ob das zukunftsfähig ist, steht nicht fest.

Bork

, 06.08.2018 / Lesedauer: 3 min

ie man es macht, ist es verkehrt, mögen sich die Organisatoren des neuen Stephanusfestes, die Stadt und die damit beauftragte Agentur daSuer, gedacht haben. Der Samstag mit Temperaturen, die sich Richtung 40 Grad bewegten, war tagsüber schlecht besucht. Die Hoffnung, dass sich das zum Abend ändern würde, platzte: „Leider hat die Kirmes, was die Besucherzahlen betrifft, am Samstag nicht von der guten Resonanz auf das Konzert vor dem Amtshaus profitiert“, sagte Stadtsprecher Malte Woesmann im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten.

500 Besucher beim Konzert

Mit rund 500 Besuchern sei die Live-Musik aber sehr gut angenommen worden. „Es gab großes Lob für die Band, die gut aufs Publikum eingegangen ist.“ Zufrieden ist Woesmann auch mit dem Verlauf des Stephanusfest-Sonntags. Zwar sei er langsam angelaufen, aber gerade durch den Hollandmarkt sei die Resonanz positiv: „Man sieht das allein schon am vollen Parkplatz am Lidl.“

Besser Kirmes im Dorf?

Einzelne Borker hatten sich im Gespräch mit der Redaktion über die Sperrung der zentralen Stelle in Bork und den Wegfall der Bushaltestellen von Donnerstag bis Montag geärgert. Ob das denn nun wirklich sein müsste für ein so ein kleines Volksfest, fragten sie. Wenn es um die Zukunft der Borker Kirmes geht, bleiben außerdem weitere Fragen offen: Wie wird das Stephanusfest sich etablieren? Ist der neue Veranstaltungsbereich rund ums Amtshaus gut gewählt?

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Maria Lipke von der UWG zum Beispiel weiß von Nachbarn, die die Kirmes an der neuen Stelle boykottiert haben. Auch sie selbst findet eigentlich: „Die Kirmes gehört ins Dorf“. Doch sie sagt: ,„Ich war an beiden Tagen da, und es hat mir sehr gut gefallen.“ Trotz großer Vorbehalte, die sie zunächst gehabt habe. Lipke fragt sich, ob man nicht die Kirmes am alten Standort weiterführen und ein zusätzliches Konzert vor dem Amtshaus anbieten könne.

Am Sonntag früh Schluss

Gregor Franzen vom Heimatverein Bork war am Sonntagabend nur für zwei Stunden auf der Kirmes. Direkt nach dem Urlaub, wollte er mit seiner Familie auf dem Stephanusfest feiern. „Um 18 Uhr habe ich schon keine Pommes mehr bekommen, vom Hollandmarkt habe ich nichts mehr gesehen“, und auch der Autoscooter, mit dem die Kinder so gern gefahren wären, sei schon lange abgebaut gewesen. Ort und Angebot des Marktes, so hätte er es auch von Freunden gehört, wären aber vollkommen in Ordnung gewesen.

„Ich habe zwar mit allen Händlern der Kirmes gesprochen, aber ob man noch mal an dem Konzept feilt, wie man es macht, kann ich noch nicht sagen“, sagt Stadtsprecher Woesmann. Dazu müsse auch Bilanz gezogen werden, wie viel das Stephanusfest gekostet hat. „Für zwei Tage ist das doch ein ganz schön großer Aufwand.“ Prinzipiell sei eine Kirmes auch im nächsten Jahr vorstellbar. „Da müssen aber auch die Schausteller mitspielen. Die müssen sagen, ob es sich für sie lohnt.“

Alles vorm Amtshaus?

Er könne sich vorstellen, dass die Musikveranstaltung im kommenden Jahr wieder läuft. „Das war ja ein voller Erfolg.“ Jedoch müsse man die Bereiche Kirmes, Hollandmarkt und Musikveranstaltung zusammen betrachten, um dann zu sagen, mit welchem Konzept die Stadt ins nächste Jahr geht. Die Frage sei, wie man alles so zueinander stellen kann, dass jeder profitiert. Insofern werde es auch noch mal darum gehen, den Veranstaltungsort zu bewerten. „Der Hollandmarkt ist direkt vor dem Amtshaus gut aufgehoben.“, sagt Woesmann, „genau so wäre da auch die Kirmes gut platziert.“

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