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Freiwilligendienste im Sport sind beliebt

Die Freiwilligendienste im Sport sind in Nordrhein-Westfalen weiterhin ein Erfolgsprogramm. Aktuell sind bereits sämtliche Plätze besetzt.

31.08.2018
Freiwilligendienste im Sport sind beliebt

Die Freiwilligendienste im Sport sind in Nordrhein-Westfalen weiterhin ein Erfolgsprogramm. Aktuell sind bereits sämtliche Plätze besetzt. Foto: LSB / Andrea Bowinkelmann

Bereits im Mai waren sämtliche Plätze im „Freiwilligen Sozialen Jahr“ im Sport (324) sowie im „Bundesfreiwilligendienst“ (141) für das Bildungsjahr 2018/2019 vergeben – und es gibt eine Warte- bzw. Nachrückerliste so der Landessportbund (LSB) Nordrhein-Westfalen.

Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr mit den Zielen, freiwilliges gesellschaftliches Engagement zu fördern. Er vermittelt den Teilnehmern/innen einen wertvollen Einblick in die Berufsfelder von Sportvereinen, -bünden sowie -verbänden und stützt den organisierten Sport durch ehrenamtliches Engagement. Dabei seien die klassischen Einsatzfelder so vielfältig, wie der Sport selbst. „Ein Freiwilligendienst im Sport macht fit für’s Leben“, betont Jens Wortmann, Vorsitzender der Sportjugend NRW.

Ausbildung zum Übungsleiter

Welche „Nachhaltigkeit“ während des Freiwilligendienstes für den organisierten Sport produziert werde, zeige sich in der Statistik des Bildungsjahres 2016/17 in Nordrhein-Westfalen, erklärt der LSB. Die insgesamt 470 Freiwilligen absolvierten im Einführungsseminar das Basismodul der Übungsleiter-C/Trainer-C-Ausbildung. Etwa 75 Prozent davon haben danach die gesamte Ausbildung abgeschlossen und standen den Sportvereinen als Übungsleiter zur Verfügung. Darüber hinaus wollten sich ebenfalls 75 Prozent aller Freiwilligen später ehrenamtlich engagieren, z.B. im Vereinsmanagement. Auch der Bundesfreiwilligendienst bietet übrigens die Chance, sich in verschiedenen Bereichen für das Allgemeinwohl zu engagieren und dabei praktische Erfahrungen auch im Sport zu sammeln.

Abbruchrate sehr niedrig

„Jeder dritte Freiwillige bricht den Bundesfreiwilligendienst ab“ – diese Aussage wurde vor kurzem in den verschiedensten Medien verbreitet. Doch im Bundesfreiwilligendienst im Sport seien die Zahlen bedeutend niedriger, erklärt der LSB. Sie lagen im letzten Jahrgang im Bundesdurchschnitt bei unter 20 Prozent, in Nordrhein-Westfalen in den ersten sechs Monaten sogar nur bei gerade vier Prozent. Der Grund für die sehr geringen Abbruchquoten liege vermutlich in der Kombination von attraktivem Einsatzgebiet im organisierten Sport und der individuellen pädagogischen Betreuung durch den Träger, in diesem Fall die Sportjugend NRW.

Nach einer Umfrage liegt die Zufriedenheit bei der individuellen Betreuung durch die Einsatzstellen und die Sportjugend NRW – auf einer Skala von 1 bis 4 – bei immerhin 1,8. Gleichzeitig sei es wichtig zu akzeptieren, dass Freiwilligendienste manchmal verkürzt werden, weil sich Lebenspläne ändern, betont der LSB. „Wer sich von Anfang September bis Ende August zu einem Freiwilligendienst verpflichtet, aber noch einen Nachrückerplatz z.B. an der Sporthochschule in Köln erhält, oder aber zum 1. August einen Ausbildungsplatz als Sport- und Fitnesskauffrau, wird diese Möglichkeiten nutzen – und soll dies auch ohne schlechtes Gewissen tun können.“

WestLotto ist der größte Förderer des Sports in NRW

Auch die Lottospieler helfen dank des Lotto-Prinzips mit, dass die Sportvereine in unserem Land solche Projekte umsetzen können. Rund 40 Prozent der Spieleinsätze der Tipper bei WestLotto gehen an das Land NRW, das daraus wiederum gesellschaftliche Träger aus Wohlfahrt, Kunst, Kultur, Natur­, Umwelt­ und Denkmalschutz und dem Sport fördert.