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Weiter Abwärtstrend in Westfalen-Lippe

„Komasaufen“

In Westfalen-Lippe hält der Abwärtstrend beim „Komasaufen“ an. Das belegt eine Auswertung der AOK NORDWEST.

11.07.2018
Weiter Abwärtstrend in Westfalen-Lippe

Der Abwärtstrend beim „Komasaufen“ unter Jugendlichen und Kindern hält an. Doch Grund zur Entwarnung sieht die AOK nicht. © Foto: AOK/hfr.

Danach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 847 junge Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, knapp 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 2012 landeten noch 1135 Jugendliche und junge Heranwachsende wegen exzessiven Alkoholkonsums in einer Klinik.

„Grund zur Entwarnung ist das allerdings nicht. Wir dürfen nicht nachlassen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene über die Gefahren von Alkohol aufzuklären, denn Alkoholkonsum kann zu langfristigen Gesundheitsschäden führen und erhöht die Gefahr, abhängig zu werden“, warnt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Wer bereits in jungen Jahren exzessiv Alkohol trinkt, läuft Gefahr, wichtige Hirnfunktionen dauerhaft zu schädigen und eine Alkoholsucht zu entwickeln. Daher ist es wichtig, dass Jugendliche Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen. Aus Sicht der AOK spielt auch eine wichtige Rolle, wie der Umgang mit Alkohol vorgelebt wird.

„Wenn Eltern, Vereinstrainer und Verwandte wie selbstverständlich alkoholische Getränke zu sich nehmen, ist die Hemmschwelle für Kinder und Jugendliche geringer – und sie übernehmen dieses Verhalten“, so Ackermann. Darüber hinaus seien auch Lehrer und Eltern gefragt, Grenzen zu setzen und die Gefahren des Rauschtrinkens zu thematisieren. Und Kommunen und Politik sind gefordert, sich in die Suchtprävention noch stärker einzubringen und die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern.