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Europa League

2:0 gegen Porto - BVB hat das Achtelfinale im Blick

DORTMUND Mit dem 2:0 (1:0) über den FC Porto hat Borussia Dortmund im Hinspiel des Sechszehntel-Finals das Wunschergebnis erzielt und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Portugal erarbeitet. Zum wichtigen Heimsieg nach Treffern von Lukasz Piszczek und Marco Reus gab es das bewegende Comeback von Nuri Sahin nach ewig langer Verletzungspause.

2:0 gegen Porto - BVB hat das Achtelfinale im Blick

Lukasz Piszczek (l.) erzielt den BVB-Führungstreffer gegen Porto.

Viele Variationsmöglichkeiten hat Thomas Tuchel mittlerweile als Trainer bei Borussia Dortmund, auch der Ausfall des erkrankten Ilkay Gündogan stellte ihn daher nicht vor eine unlösbare Aufgabe. Doch mit seiner Antwort auf die Frage, wie Dortmunds Spielgestalter gegen die Portugiesen ersetzt werden könnte, verblüffte Tuchel alle. Er zauberte völlig überraschend Nuri Sahin aus dem Hut. Der kehrte ohne jede Testspiel-Praxis 355 (!) Tage nach seinem letzten Spiel auf den Rasen des Signal Iduna Park zurück.

Europa League, Sechzehntelfinale: BVB - FC Porto 2:0 (1:0)

Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern

Es waren hoch emotionale Momente vor dem Anpfiff, als Stadionsprecher Norbert Dickel die Aufstellung und Sahins Namen verlas, als er unter dem großen Beifall aller den Platz betrat. Es war nicht weniger emotional, als Sahin nach knapp einer Stunde erschöpft den Platz verließ und nach einem viel versprechenden Comeback mit frenetischem Applaus verabschiedet wurde.

DORTMUND Um 18.02 Uhr sorgte Borussia Dortmund am Donnerstag für einen kollektiven Freuden-Seufzer der BVB-Fans: Via Twitter verkündete der Klub die Startaufstellung gegen den FC Porto - und völlig überraschend tauchte darin der Name von Nuri Sahin auf.mehr...

Mutig solle seine Elf spielen und, wenn möglich, "gleich ein Statement setzen", formulierte Tuchel seinen Wunsch vor dem Anpfiff. Und Tuchels Spieler schienen das durchaus ernst zu nehmen, denn es dauerte gerade einmal sechs Minuten, bis ein Torschrei aus 62.000 Kehlen durch den Signal Iduna Park hallte.

Frühe Führung

Henrikh Mkhitaryan hatte mit Shinji Kagawa eine Ecke kurz ausgeführt, die Flanke des Armeniers fand den Fuß von Lukasz Piszczek, der zwar an Iker Casillas scheiterte, den Abpraller aber reaktionsschnell mit dem Kopf ins Tor beförderte.  

Choreo im Video! #BVBFCPpic.twitter.com/t8AjHefEGG

Der Treffer war die logische Konsequenz einer sehr druckvollen Anfangsphase, in der Portos José Angel nach einer Kombination über Hummels und Schmelzer die Flanke des Dorrtmunder Linksverteidigers in höchster Not retten musste (4.).

Von den hoch gelobten Portugiesen war auch danach wenig zu sehen. Der BVB, zu Sahins Comeback zurückgekehrt zum alten 4-2-3-1, kontrollierte Ball und Gegner, beherrschte auch die Zweikämpfe. Es war erkennbar, wie sehr die Mitspieler Sahin helfen wollten und auch, wie selbstverständlich er sofort die Chefrolle im Mittelfeld einnahm.

Gelungener Abend

Sahin dirigierte die Nebenleute, gab lautstarke Kommandos, starke 92 Prozent seiner Pässe bis zur Pause kamen an. Dazu gewann er 75 Prozent seiner Zweikämpfe, und auch wenn einige Bewegungen noch nicht ganz flüssig und rund wirkten, so war es für ihn doch ein rundum gelungener Abend.

Gegen die aufmerksame Defensive um den wieder sehr präsenten Mats Hummels gelang es den Gästen erst durch den Schuss von Sergio Olivera, vors Dortmunder Tor zu kommen. Da waren schon 34 Minuten gespielt. Die größte BVB-Gelegenheit vor dem Halbzeitpfiff vergab Shinji Kagawa, dem beim Schussversuch aus 15 Metern der Ball über den Außenspann rutschte (32.).

Reus übel gefoult

Weil sie auch nach der Pause spielerisch kein Bein auf den Boden bekamen, wuchs offenbar der Frust bei den Gästen, der sich in zwei üblen Fouls entlud. Dass Marco Reus nach dem bösen Tritt von Silvestre Varela (58.) gegen das rechte Sprunggelenk weiterspielen konnte, sorgte für große Erleichterung. Varela sah ebenso wie José Angel nach einer Attacke gegen Mkhitaryan Gelb.

Die Dortmunder Überlegenheit blieb. Was fehlte, war die eine Szene, die aus dem zu mageren Ertrag ein beruhigendes Polster herbeiführen könnte. Doch sie sollte kommen: Kagawa bediente in seiner einzig guten Szene Mkhitaryan, der klug auf Reus ablegte - das 2:0 war Reus‘ passende Antwort (71.) auf das brutale Foul. Das Wunschergebnis war perfekt, bange machen muss sich der BVB vor dem Rückspiel nicht.

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