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BVB-Damen gehen mit einer gelungenen Mischung in die neue Saison

Spaß und Freude

Kürzlich rieb sich Julia Kunze leicht verwundert die Augen. „Ich war an einem Abend plötzlich einmal die Älteste beim Training, das war auch für mich eine neue Erfahrung, das Vergnügen hatte ich noch nicht in meiner Karriere.“

von Von Gerd Strohmann

, 11.08.2010
BVB-Damen gehen mit einer gelungenen Mischung in die neue Saison

Bestens gelaunt (v.l.): Kira Brandes, Julia Kunze, Magdalena Chemicz, Natasha Kocevska und Dagmara Kowalska (v. l.) freuen sich auf die Zweitliga-Saison.

 Vielleicht nicht unwichtig zu wissen, dass Julia Kunze auch gerade mal 27 Jahre alt ist. Wichtiger aber noch zu wissen, dass sie diese Situation nicht schrecken konnte, sie sie sogar eher genossen hat. Denn die Handballerinnen von Borussia Dortmund gehen nach dem Abstieg mit einem deutlich verjüngten Kader in die Zweitliga-Saison, und nicht nur Julia Kunze ist gespannt, was sie in der neuen Runde alles erwartet.

Die Mischung Alt/Jung, die Kombination erfahren/unerfahren stimme auf jeden Fall, und die jungen Talente ließen sie jeden Tag spüren, „sie wollen lernen, sie wollen schnell ein Teil des Teams sein“. Mit 15 Feldspielerinnen und zwei Torfrauen nimmt der BVB das Unternehmen 2. Liga in Angriff. Der Kader ist deutlich üppiger besetzt als in der letzen Saison, als der 66-jährige Gustl Wilke sogar aktiv ins Trainingsgeschehen eingreifen musste. „Das können wir dem Trainer hoffentlich in diesem Jahr ersparen“, meint Julia Kunze, und Wilke schien etwas erleichtert. Natürlich lässt er sich nicht entlocken, ob das Unternehmen 2. Liga nicht in einer „Mission Wiederaufstieg“ enden werde. Lieber spricht er vom Minimalziel, der Qualifikation für die künftig einteilige 2. Liga, verrät dann aber doch noch, dass er schon gern mit dem Team in die Playoffs möchte, an deren Ende schon der Aufstieg stehen könnte.

Die neue Stimmungslage aber hat auch ihn erfasst. Er gehe mit echter Freude zum Training, „denn die Freude und der Spaß kommen auch direkt wieder zurück“, und deshalb wolle er die Truppe auch nicht gleich wieder unter Druck setzen. „Wir dürfen nicht vergessen, wir haben sehr wichtige Spielerinnen verloren“, meint Wilke, da müsse sich einiges erst wieder finden. Aber der BVB sei auch kein normaler Absteiger, er sei ja nicht sang- und klanglos abgestiegen, die Formkurve habe am Ende deutlich nach oben gezeigt. Also müsse er auch nicht mit seiner Arbeit so ganz von vorn beginnen, „obwohl wir nun wirklich nicht mit Geld winken“.

Aber immerhin reichte das Geld, um sich auf entscheidenden Positionen zu verstärken. Die 36-jährige Magdalena Chemicz sollte als gestandene Torfrau der Abwehr Sicherheit geben, Natasha Kocevska hat unbestritten Erstliga-Format und dürfte im Rückraum eine ganz wichtige Rolle spielen. Sie sei froh, in Dortmund gelandet zu sein, meinte sie, nachdem es im Jahr zuvor leider nicht geklappt habe, nun sei es an der Zeit, in der Liga ganz schnell Fuß zu fassen. Und wenn dann am Ende doch die prompte Rückkehr in die erste Liga steht, dann würde sich Julia Kunze wohl gar nicht so verwundert die Augen reiben. 

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