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BVB-Handballerinnen siegen beim Domstadt-Cup - und testen das Spiel ohne Torfrau

BVB-Handball

In der Vorberietung auf die neue Saison gewinnt der BVB gewinnt zum dritten Mal in Serie den Domstadt-Cup in Fritzlar. Die Dortmunder Torhüterinnen hatten dabei eine besondere Rolle.

Dortmund

, 14.08.2018
BVB-Handballerinnen siegen beim Domstadt-Cup - und testen das Spiel ohne Torfrau

Angriffsaktion bei verlassenem eigenen Tor. In Fritzlar versuchten es die Borussinnen häufig mit der siebten Feldspielerin. © Stummbillig

Es sind neue Anforderungen, mit denen sich die Handballerinnen von Borussia Dortmund unter ihrem neuen Trainer Norman Rentsch konfrontiert sehen. Das gilt nicht nur, aber eben auch für die Torhüterinnen Clara Wolterin, Rinka Duijndam und Yara ten Holte. Deutlich sichtbar wurde das am vergangenen Wochenende in Fritzlar beim Domstadt-Cup, den die Borussinnen zum dritten Mal in Serie gewannen.

Rentsch hält einen Plan für verschiedene Situationen für notwendig

Am ersten Turniertag spielte die Rentsch-Sieben komplett mit siebter Feldspielerin, was für die Dortmunderinnen neben intensiver Kopf- auch viel Laufarbeit bedeutete. Doch ein komplett verändertes Anforderungsprofil hatten die Torhüterinnen, die viele Sprints von der Bank zum Tor und wieder zurück machen mussten. Rentsch sagt: „Im modernen Handball ist es notwendig, einen Plan für viele unterschiedliche Situationen zu haben.“

Um das Überzahlspiel zu trainieren, hätten sie es am ersten Turniertag in zwei Spielen über 2x20 Minuten komplett durchgezogen. Das Resultat: Ein 28:8-Erfolg gegen den Drittligisten SV Germania Fritzlar und ein knapper 22:21-Sieg gegen den Zweitligisten HC Rödertal. „Da haben wir der hohen Intensität ein bisschen Tribut gezollt“, sagt Rentsch: „Das waren 80 Minuten hohe psychische und physische Belastung.“

Woltering: „Das Torwartspiel wird ein anderes“

Stammtorhüterin Clara Woltering schaute sich das Ganze von der Tribüne aus an, griff erst am zweiten Turniertag beim 21:9 gegen Zweitligist Mainz und im Finale gegen Liga-Konkurrent Bad Wildungen (20:18) ins Geschehen ein, in denen offensiv andere Taktiken gespielt wurden. Das Überzahlspiel hält die 35-Jährige für ein gutes Mittel „in bestimmten Situationen. Das Torwartspiel wird natürlich ein anderes, das hat dann auch viel mit Absprache in der Offensive zu tun.“ Gemeint ist: Einfache Ballverluste führen in der Regel sofort zum Gegentor. Die Angriffe müssten gezielt ausgespielt werden.

Für die Torhüterinnen „ist das jetzt eine andere Aufgabe. Wenn man bisher ein Tor kassiert hat, hat man die Szene Revue passieren lassen: ‚Wer hat wie geworfen?‘ Jetzt sprintest du raus und sitzt draußen auf heißen Kohlen, um genau im richtigen Moment wieder aufs Feld zu sprinten und keinen Wechselfehler zu begehen.“

Das offensive Risikospiel passt ins Anforderungsprofil vom neuen Coach, der die BVB-Handballerinnen aus ihrer Komfortzone holen will: „Gruppentaktisch haben wir in Fritzlar schon gut harmoniert, haben uns gute Möglichkeiten herausgearbeitet.“

Puzzle noch nicht perfekt

Aber das Bild, das sich im Trainingslager in Dänemark als Puzzle herausgestellt hatte, wird auch zum Saisonstart Anfang September gegen Göppingen noch nicht perfekt sein: „Vier Wochen sind schnell vorbei, das haben wir jetzt gemerkt“, sagt Rentsch über die bisherige Vorbereitung, die am kommenden Donnerstag mit dem nächsten Testspiel – wieder gegen Bad Wildungen – und am 25. und 26. August mit dem topbesetzten Turnier in Oldenburg fortgesetzt wird, „aber wir sind auf einem guten Weg. Und aus Fritzlar haben wir wieder ein paar Hausaufgaben mitgenommen.“

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