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BVB muss Monate ohne Emberovics auskommen

BVB-Handballdamen

Drei Wochen vor dem Bundesliga-Start muss der BVB eine Hiobsbotschaft verkraften. Lösen soll das Problem der eigene Nachwuchs.

Dortmund

, 22.08.2018
BVB muss Monate ohne Emberovics auskommen

Wird dem BVB in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen: Rückraumspielerin Mira Emberovics. © Ludewig

Es lief bislang alles nach Plan für die Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund. Die Vorbereitung hatte mit Ausnahme der erwartbaren Niederlagen im Trainingslager in Dänemark eigentlich nur Höhen zu bieten, „die Mannschaft ist zusammengewachsen“, sagt der neue Trainer Norman Rentsch und auch die Testspiele gegen die HSG Bad-Wildungen wurden souverän gewonnen.

Ausfall bis Jahresende

Doch in die konzentrierte Heiterkeit und die Vorbereitung auf das Wunderhorn-Turnier am kommenden Wochenende in Oldenburg erhielt die Mannschaft in dieser Woche eine Hiobsbotschaft, „die ganz bitter für uns ist“, sagt Rentsch. Rückraumspielerin Mira Emberovics muss vermutlich sogar operiert werden und fällt mindestens bis Ende des Jahres aus. „Sie hat einen Knochenüberstand an der linken Ferse und dadurch Probleme mit der Achillessehne“, sagt Abteilungsvorstand Andreas Bartels.

Die Ungarin kennt die Situation bereits: Vor zwei Jahren hatte sie dasselbe Problem am anderen Fuß. Im vergangenen Winter fiel sie außerdem mit einem Spiralbruch am Mittelfinger aus. Rentsch sagt: „Sie war natürlich mit ihren Qualitäten fest für die Abwehrarbeit eingeplant. Wir müssen jetzt mal gucken, wie sich das ohne sie anfühlt.“ Einen Ersatz wird der BVB nicht verpflichten, sagt Rentsch: „Wir haben eigene Möglichkeiten, das aufzufangen.“

Bleckmann und Kockel stehen bereit

Auch Bartels ergänzt: „Wir haben einen großen Kader, sind qualitativ und quantitativ gut aufgestellt.“ Beide haben die Jugendnationalspielerinnen Dana Bleckmann und Leonie Kockel im Hinterkopf, die sich auf Emberovics‘ Position ohnehin Zuhause fühlen „und nun etwas früher Verantwortung übernehmen werden“, sagt Bartels.

Der Ausfall von Emberovics wiegt auf den ersten Blick schwer, auf den zweiten ist er eine unerwartet frühe Chance für die Jugend. Darüber hinaus hat der BVB - Stand jetzt - alle Frauen an Bord: „Auch die Schmerzen von Alina Grijseels lassen nach, sie arbeitet bereits wieder individuell mit dem Ball. Mal gucken, ob es schon für das Wochenende reicht“, sagt Rentsch.

Standortbestimmung in Oldenburg

Da steht nämlich das international hochkarätig besetzte Wunderhorn-Turnier in Oldenburg an, zwei Wochen vor dem Saisonstart eine Standortbestimmung: „Da können wir dann schonmal ableiten, wo wir stehen“, sagt Rentsch.

Neben der Borussia werden sich in Oldenburg auch die Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe, Bayer Leverkusen und Gastgeber VfL Oldenburg mit Ex-BVB-Keeperin Annamaria Ferenczi präsentieren. Hinzu kommt der Zweitligist Werder Bremen, der kurzfristig für die Russen von Lada Toljatti eingesprungen ist und die internationalen Teams, „die der eine oder andere vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hat“, sagt Rentsch. Gemeint sind Skanderborg Handbold aus Dänemark und H65 Höör aus Schweden, die vergangene Saison den TuS Metzingen aus dem EHF-Pokal nahmen.

Krafttrainingseinheit vor dem Start

Am Freitagnachmittag fährt der Bus in Richtung Norden, am Samstagmorgen gibt es dann noch eine Krafttrainingseinheit, bevor der BVB in Gruppe A gegen Bremen, Skanderborg und Leverkusen um den Einzug ins Halbfinale (Sonntag) spielt.

Von einer Generalprobe will Trainer Rentsch aber trotz der hohen Qualität beim Turnier noch nichts wissen: „Wir haben danach ja noch zwei Wochen Zeit.“ Ohnehin steht der Coach weiter auf der Bremse: „Man wird unser neues Gesicht nicht schon zum Saisonstar, sondern erst nach einem Vierteljahr erkennen.“

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