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Das Heimweh treibt Annika zurück zum BVB

DORTMUND Es war ein bemerkenswerter Schritt: Vor zwei Jahren verließ Annika Busch den BVB und Dortmund, um in Leverkusen im Teilinternat zur Schule zu gehen und bei Bayer parallel Handball zu spielen. Da war sie erst 15 Jahre alt. Jetzt ist Annika Busch zurück. Zwei Jahre älter. Und handballerisch gereift.

von Von Dirk Krampe

, 25.08.2008
Das Heimweh treibt Annika zurück zum BVB

Annika Busch hatte Heimweh nach ?ihrem? BVB.

„Der Schritt nach Leverkusen hat mir gut getan“, sagt das „Küken“ im Bundesliga-Team von Borussia Dortmund. Schon im BVB-Dress stieg die Jugendliche zur Nationalspielerin auf, insgesamt 29 Spiele in der Jugend-Nationalmannschaft (74 Tore) stehen zu Buche, zwei hat sie als Juniorin bislang gemacht. Das Leverkusener Konzept hatte damals nicht nur sie, sondern auch Papa Jochen überzeugt. „Er stand voll hinter meinen Plänen.“

Sportlich lohnte sich der Wechsel an den Rhein. Bei Bayer durfte Annika Busch in der Bundesliga-Mannschaft mittrainieren und Wettkampf-Härte in der Bayer-Zweiten sammeln, die in der Regionalliga zu Hause ist. „Das“, sagt sie, „hat mir viel gebracht.“ Wie das so ist, wenn man jung das Zuhause verlässt, gab es aber auch schwere Momente. „Manchmal hatte ich Heimweh.“ Das trieb sie letztlich auch wieder zurück. „Ich habe Dortmund vermisst“, gibt Annika Busch zu. Da passte es gut, dass ihr einstiger Jugendtrainer Dieter Trippen als neuer BVB-Coach verpflichtet worden war und auch ein neues Konzept mitbrachte. Busch meint: „Was er mir vorgestellt hat, hat mich überzeugt.“

So fiel die Entscheidung, die Zelte in Leverkusen abzubrechen, gar nicht so schwer, obwohl Annika Busch bei Bayer zuletzt fest zum Trainingskader von Langzeit-Trainerin Renate Wolf gehörte und nicht nur Bundesliga-Luft, sondern sogar erste internationale Erfahrung im Europapokal („Gegen wen, weiß ich gar nicht mehr“) sammelte. Jetzt ist sie also wieder da. Und wirkt glücklich. „Es läuft super“, sagt Annika Busch. Für die neu formierte Mannschaft. Aber auch für sie persönlich. Mit Friederike Lütz teilt sie sich den Part auf Rechtsaußen, die war angeschlagen und pausierte öfter als geplant. So bekam Annika reichlich Einsatzchancen – und konnte diese nutzen. „Ich möchte natürlich spielen“, sagt die 17-Jährige selbstbewusst. „Aber ich weiß, dass ich als Jüngste natürlich auch noch viel lernen muss.“ Sowas hört der Trainer gerne. Gelernt hat Annika Busch auch in Leverkusen eine Menge. Fünf Nationalspielerinnen gehörten dort zum Kader. Der Spielplan will, dass sie ihre ehemaligen Mitspielerinnen schon zum Start am 6. September wiedersieht. Ein besonderes Spiel? „Na klar“, sagt Annika Busch. „Ich bin schon jetzt ganz aufgeregt.“