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Hallensuche bei den Handballerinnen des BVB

Findet Borussia Dortmund eine Heimat in Huckarde?

DORTMUND Der BVB ist zu Hause eine Macht. Das hat nicht zuletzt der 27:26-Sieg am Samstag gegen den Buxtehuder SV gezeigt. Für die kommende Saison muss sich der Bundesligist aber vorübergehend eine neue Heimat suchen.

Findet Borussia Dortmund eine Heimat in Huckarde?

Die BVB-Fans müssen Anfang der kommenden Saison voraussichtlich längere Reisen zu Heimspielen einplanen. Foto: Ludewig

Die Sporthalle Wellinghofen hat sich für Borussia Dortmund in den vergangenen Monaten zur fast unüberwindbaren Festung entwickelt. 13:3 Punkte sammelte das Team von Trainerin Ildiko Barna in den acht Heimspielen dieser Saison. Bei nur 176 Gegentoren – Liga-Bestwert. Die einzige Niederlage datiert vom 7. Januar, als die BVB-Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe mit 20:23 unterlagen. Doch so schön es zu Hause auch ist: In der kommenden Spielzeit ist der Verein gezwungen, sich eine neue Heimspielstätte zu suchen. Zumindest vorübergehend. Grund ist die geplante Kernsanierung der Halle im Dortmunder Süden, um die Auflagen des Deutschen Handballbundes zu erfüllen.

Bis Dezember geschlossen


2,5 Millionen Euro werden in die Halle investiert. Vor allem im sanitären Bereich bestehe dringender Renovierungsbedarf. Zudem soll es Ausbesserungen am Dach und an den Tribünen geben. Start ist in diesem Sommer. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir zum Jahresende wieder in die Halle zurück können“, sagte BVB-Abteilungsvorsitzender Andreas Heiermann. „Die Sanierung würde dann voraussichtlich vier Bundesliga-Spiele betreffen.“ André Knoche, Sportdirektor der Sport- und Freizeitbetriebe der Stadt Dortmund erklärte: „Die Halle ist bis Ende Dezember geschlossen.“

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Wo die Schwarzgelben ihre ersten Heimspiele der Saison 2018/19 stattdessen austragen werden, ist noch offen. Der Verein intensiviert derzeit die Suche nach einem passenden Standort. Innerhalb von Dortmund, „aber auch in anderen Städten“, so Heiermann. Option Nummer eins ist den Angaben zufolge mittlerweile die Bleichsteinhalle in Herdecke. Die Heimstätte von Handballern und Ringern bietet 700 Zuschauern Platz und liegt gerade einmal 20 Autominuten entfernt von der Halle Wellinghofen.

„Konstruktives Gespräch“

Einen ersten Austausch zwischen dem BVB und der TSG hat es bereits gegeben. „Wir hatten ein konstruktives Gespräch und haben zunächst einmal erörtert, inwieweit die Rahmenbedingungen, auch wegen unseres Sportbetriebs, überhaupt passen könnten“, sagte Werner Kreft, 2. Vorsitzender TSG Herdecke. „Wir würden Borussia Dortmund sehr gerne helfen.“ Die letzte Entscheidung liegt aber ohnehin nicht in der Hand der Vereine. Da die Bleichsteinhalle eine kommunale ist, „müsste am Ende die Stadt grünes Licht geben“, so Kreft.

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In Dortmund gibt es Stand heute noch drei weitere Alternativen. Die Kreuzhalle im Kreuzviertel mit einem Fassungsvermögen von 420 Sitzplätzen. Die Halle Huckarde mit 300 Sitz- und 100 Stehplätzen sowie die Brügmann-Halle (480 Sitz- und 200 Stehplätze). Mit allen tue sich der Verein aber „eher schwer“, wie Heiermann erklärte. Sollte der BVB in der kommenden Saison international spielen, müsse die Situation ohnehin noch mal neu durchdacht werden. Denn den internationalen Anforderungen genügt keine der Hallen. Dann, so Heiermann, komme auch Hamm wieder ins Spiel. Die Westpress Arena mit ihrer Kapazität von bis zu 2650 Sitzplätzen ist prädestiniert für Handball.

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