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Harrislee erster echter Prüfstein

DORTMUND Es wird ernst. Daran lässt der Blick aufs Klassement keine Zweifel. Top-Favorit und Bundesliga-Absteiger Borussia Dortmund trifft an der dänischen Grenze auf Tabellenführer TSV Nord Harrislee.

Harrislee erster echter Prüfstein

JokelynTienstra ist in Top-Form.

Dass die Gastgeber zwei Partien und zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto haben als der BVB, verzerrt zwar das Bild. Fest steht jedoch: Nachdem Borussia in sechs Partien bislang ausschließlich Gegner aus Mittelfeld oder Abstiegszone bekämpfen musste (Ausnahme: die Niederlage in Halle-Neustadt), wartet nun ein echter Prüfstein.

Hoffen auf Friedel und Robben

Trainer Thomas Happe mag auch gar nicht drumherum reden: „Sicher, das ist ein Spitzenspiel.“ Ob es ihm zum rechten Zeitpunkt kommt, ist letztlich egal. Manuela Fiedel und Miranda Robben sollten bis Samstag (16.15 Uhr) ihre Erkältungen überwunden haben. Vor allem der Einsatz der Holländerin wäre wichtig. Schließlich ist sie in Personalunion die einzige Alternative für Rechtsaußen und den Kreis. Dass sie auf ihrer Stammposition, dem linken Flügel, zuletzt gar nicht mehr zum Einsatz kam, ist für Happe ein Ärgernis: „So lässt sich das Zusammenspiel mit dem Rückraum erstmal nicht perfektionieren.“

Keine Frage, so langsam fordert der dünne BVB-Kader seinen Tribut. Zumal neben Linkshänderin Friederike Lütz auch Christina Lickfeld und Katharina Suhr weiter ausfallen und Marieke Köhler Probleme mit dem Bizeps und daher beim Wurf hat. Trotz allem lässt der eigene Anspruch nichts anderes zu als einen Sieg beim Nordlicht. „Anschließend wissen wir auf alle Fälle, wo wir stehen“, sagt Happe. An der A7 wartet ein Rivale, der erst im Sommer 2006 die Rückkehr in die Zweitklassigkeit schaffte.

Exzellenter Rückraum

Und der in erster Linie von einem exzellenten Rückraum mit Keja Clausen und Jana Lembke lebt. Dass Borussia Schlusslicht TV Oyten (38:18) aus dieser Position so gut wie nichts gestatte, sollte Zuversicht geben. Und mit einer massiven Deckung könnten die Schwarzgelben dem „handballbegeisterten Flensburger Raum“ (Happe) zumindest für einen Tag ein Stück der Euphorie nehmen.

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