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„Ich bin bereit, eine Führungsrolle zu übernehmen"

Stephanie Glathe im Interview

Stephanie Glathe klingt hörbar ungeduldig. „Es wird Zeit, dass es endlich wieder richtig los geht“, meint die 26-Jährige Handballerin von Borussia Dortmund wenige Tage vor der offiziellen Saisoneröffnung am kommenden Sonntag um 14 Uhr in der Halle Wellinghofen.

von Von Gerd Strohmann

, 09.08.2010
„Ich bin bereit, eine Führungsrolle zu übernehmen"

Will hoch hinaus: Stephanie Glathe (M.) hätte nichts gegen den sofortigen Wiederaufstieg der BVB-Frauen.

Das darf man so sagen. Die Vorfreude auf die neue Saison, die am 11. September in Metzingen startet, ist riesig. Wir haben sehr intensiv gearbeitet, auch geackert, sind viel gelaufen. Nun ist es herrlich, wieder richtig Handball zu spielen. Und ich bin überzeugt, es wird eine schöne Saison.

Sie war auf jeden Fall so lang, dass wir wieder alle richtig heiß sind. Teilweise haben wir auch individuell trainiert, um persönliche Fehler oder Schwächen auszumerzen.

Es wurde in den letzten Wochen und Monaten viel angepackt im Verein, es wurde viel getan. Und man spürt: Wir wollen alle wieder nach oben. Aber ist die Mannschaft nicht zu jung für so ehrgeizige Ziele?

Es ist doch ein tolles Signal, so viele junge Mädels mit ins Boot zu holen. Es wird doch langfristig geplant, der BVB-Handball soll doch nach schwierigen Jahren wieder eine vielversprechende Zukunft haben.

Ich will wichtig sein für die Mannschaft und für den Zusammenhalt. Und dazu gehört es aus meiner Sicht auch, die Jüngeren bei Bedarf auch mal an die Hand zu nehmen. Ich bin bereit, eine Führungsrolle zu spielen.

Nein, die Frage hat sich nicht gestellt. Ich weiß, dass sich mit Handball nicht das große Geld verdienen lässt. Ich promoviere derzeit an der Universität Dortmund, damit bin ich regional gebunden. Und dieses Standbein ist mir sehr wichtig.

Warum soll ich widersprechen? Die erste Sieben hat ein gepflegtes Bundesliga-Format, da sind wir sehr gut aufgestellt. Und dann sind da noch die vielen neuen Hungrigen. Da sind einige dabei, die es schaffen können. Aber sie müssen eben richtig Gas geben.

Wir wollen zunächst einmal unter die Top vier. Und wenn wir in den Playoffs stehen, dann ist alles möglich. Natürlich habe ich nichts dagegen, aufzusteigen. Aber bleiben wir erst einmal beim offiziellen Sprachgebrauch: Wir wollen eine junge und starke Mannschaft formen, die für die Zukunft einiges verspricht.

  • Stephanie Glathe wurde am 14. September 1983 geboren. Die Diplom-Betriebswirtin spielt seit 2009 bei den Handballerinnen von Borussia Dortmund, zuvor trug sie das Trikot von Bayer Leverkusen, SC Riesa und SC Hoyerswerda. Die 26-Jährige spielt im Rückraum und ist angenehm wurfstark.
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