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Andreas Bartels: „Blomberg wird das Schlüsselspiel“

BVB-Handballerinnen im Saisonendspurt

Die Bundesliga-Saison geht auf die Zielgerade. Die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft ist gefallen. Spannend bleibt dagegen der Kampf um die internationalen Plätze. Borussia Dortmund hat gute Chancen.

Dortmund

04.05.2018
Andreas Bartels: „Blomberg wird das Schlüsselspiel“

© matthias.henkel

Noch drei Spieltage, dann ist klar, ob die BVB-Handballerinnen kommende Saison international spielen werden. Hintergründe zum Liga-Endspurt:

Wie ist die aktuelle Situation in der Liga?
Drei Spieltage vor Schluss ist bereits die erste Entscheidung gefallen: Der Thüringer HC hat am vergangenen Wochenende seine siebte Deutsche Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht und damit seine herausragende Saison gekrönt. Nach 23 Spieltagen steht lediglich eine Niederlage zu Buche - Anfang Januar unterlag der THC den Bad Wildungen Vipers 27:30. Mit acht Zählern Rückstand folgt die SG BBM Bietigheim (36:10 Punkte) auf Rang zwei. Dahinter wird es eng: Den Dritten Buxtehuder SV (31:15) und Frisch Auf Göppingen (27:19) auf Rang acht trennen gerade einmal vier Punkte. Der BVB ist mit 30:16 Zählern Vierter.

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Der BVB hat als Saisonziel den vierten Platz und den internationalen Wettbewerb ausgegeben. Wie stehen die Chancen?
In Dortmund sind sie zuversichtlich, den vierten Platz halten zu können. „Sechs Punkte sind noch zu vergeben, mindestens vier werden wir wohl benötigen“, sagt Abteilungsvorstand Andreas Bartels. Das Restprogramm der Schwarzgelben hat es allerdings in sich. Am Samstag (16.30 Uhr) reist das Team von Trainerin Ildiko Barna zur punktgleichen HSG Blomberg-Lippe. Eine Woche später empfängt der BVB dann den Meister aus Thüringen, ehe es zum Saisonabschluss nach Bietigheim geht.

Wie bewerten die BVB-Verantwortlichen die Lage?
„Blomberg wird für uns sicherlich das Schlüsselspiel“, sagt Bartels. „Dort sollten wir gewinnen, um unsere Ambitionen aufrechtzuerhalten.“ Auch Trainerin Ildiko Barna sagt: „Wir müssen gewinnen. Dieses Spiel wird zeigen, wohin die Reise geht.“ Bei einer Niederlage würden die Schwarzgelben hinter Blomberg zurückfallen. Auch Leverkusen könnte vorbeiziehen. Gewinnt Bayer am Wochenende gegen Neckarsulm und auch sein Nachholspiel in Bad Wildungen, liegt das Team von Renate Wolf einen Punkt vor dem BVB.

Brisant: Die Partie gegen die Vipers findet am 16. Mai statt - drei Tage vor dem Final Four, bei dem Bad Wildungen zunächst auf Oldenburg trifft. Gegen Bayer könnten Spielerinnen geschont werden. „Für Bad Wildungen ist der Pokal das Highlight, daher ist dieser Termin schon problematisch“, sagt Bartels. „Aber wir gehen davon aus, dass sie alles dafür geben werden, zu gewinnen.“

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Wer qualifiziert sich überhaupt für die internationalen Wettbewerbe?
Der Deutsche Meister qualifiziert sich direkt für die Champions League. Der Zweite und Dritte der Bundesliga sowie der DHB-Pokalsieger ziehen in den EHF-Pokal ein. Sollte Bietigheim, das Platz zwei relativ sicher hat, das Final Four um den DHB-Pokal gewinnen, würde das nächstplatzierte Team der Meisterschaftsrunde in den EHF-Cup nachrücken - nach derzeitigem Stand Borussia Dortmund.

Und wenn Bietigheim den DHB-Pokal nicht gewinnt?
Auch wenn sich Bad Wildungen, Oldenburg oder Metzingen den Titel sichert und dieses Team nicht unter die ersten Drei in der Bundesliga kommt, ist der Traum des Viertplatzieren von Europa noch nicht ausgeträumt. Dem Liga-Zweiten, aktuell Bietigheim, wird von Verband und HBF die Möglichkeit auf einen Antrag zur Champions-League-Teilnahme eingeräumt. Nach Informationen dieser Redaktion wird die SG diese Chance wahrnehmen. Übersteht das Team die Qualifikationsrunde, rückt auch der Vierte in den EHF-Pokal.

Barna-Team zuversichtlich zum Top-Spiel
Zuversichtlich reisen die Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund am Samstag (16.30 Uhr) zum Top-Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe. „Jeder bei uns weiß, welche Bedeutung diese Partie für uns hat“, sagte BVB-Trainerin Ildiko Barna am Donnerstag. Die Schwarzgelben wollen Platz vier verteidigen, die aktuell punktgleichen Ostwestfalen den BVB hinter sich lassen. Für die Borussinnen wird es darauf ankommen, über Tempogegenstöße und die zweite Welle zu leichten Toren zu kommen. „Wenn uns das gelingt, bin ich optimistisch“, sagte Barna, die auf ihren kompletten Kader zurückgreifen kann.