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1:1 - Kringe rettet BVB

DORTMUND Florian Kringe hat Borussia Dortmunds Sturz ins Bodenlose verhindert. Gestern Nachmittag glich der von Werder Bremen umworbene Mittelfeldspieler gegen Frankfurt in der 81. Minute noch zum 1:1 aus. Amanatidis hatte den Gast zuvor in Führung gebracht (55.).

1:1 - Kringe rettet BVB

Roman Weidenfeller (Szene aus dem Frankfurt-Spiel) überzeugte in Stuttgart.

 BVB-Trainer Thomas Doll vertraute einem 4-4-2-System mit „flacher Vier“ im Mittelfeld – Kapitän Christian Wörns (Zerrung) stand überraschend nicht einmal im Kader. Frankfurts Coach Friedhelm Funkel begann im 3-4-1-2. Der Mann war in personeller Hinsicht nicht zu beneiden: In Weissenberger, Meier und Streit fiel das Gros seiner spielstarken Offensivakteure aus. Dennoch verbuchte der schnell konternde Gast zur Halbzeit ein leichtes Chancen-Übergewicht: Amanatidis (22./39.) und Takahara (33.) kamen aussichtsreich und freistehend aus kurzer Distanz zum Abschluss, und hätte Amanatidis eine Hereingabe von außen nicht noch leicht berührt, wäre Thurk aus zehn Metern unbedrängt an der Kugel gewesen (16.). Die hochkarätigste Möglichkeit der ersten 45 Minuten vergab allerdings der BVB: Nach einem Zuckerpass des starken Mladen Petric – und der anschließenden Blaszczykowski-Hereingabe – traf Diego Klimowicz im Zentrum den Ball nicht richtig (2.). In der 30. Minute musste der Argentinier den Rasen bereits verletzt verlassen. Für ihn übernahm Nelson Valdez.   Dortmund, das bis zur Pause noch durch zwei Distanzschüsse (Petric 40./Blaszczykowski 41.) auf sich aufmerksam machte, haderte mit einem Mangel an Bewegung im Mittelfeld, ausgeprägter Passivität über die linke Bahn (Dede, Kringe) und einer offensichtlichen Abneigung gegen das Flügelspiel. Dabei hätte gerade Letzteres gegen eine so massive Deckung wie der Eintracht intensiviert werden müssen. „Gegen den Ball“ verlor die Borussia zudem häufig ihre Ordnung und gestattete der Eintracht allzu große Räume. Aus der Kabine kam ein ganz anderer BVB. Einer, der ein Feuerwerk an Top-Chancen abbrannte: Petric (47.), Kringe (50.), Degen (51.), Blaszczykowski (53.) und Tinga (54./60.) scheiterten – zumeist an Torhüter Pröll. Doch gerade als die linke Abwehrseite der Borussia in der Vorwärtsbewegung zu erwachen begann, patzte sie in der Defensive. Dede und Kruska ließen Ochs flanken, und am langen Pfosten schaute Markus Brzenska zu wie Ioannis Amanatidis das 1:0 für Frankfurt köpfte (55.). Der Grieche hatte vor zehn Tagen an selber Stelle schon im DFB-Pokal (2:1 für den BVB) getroffen. Zu allem Überfluss musste Doll  in der 67. Minute auch noch seinen aktivsten Angreifer vom Platz nehmen: Petric ging verletzt raus (er musste wie Klimowicz mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus), Giovanni Federico kam ins Spiel, Innenverteidiger Robert Kovac traf kurz darauf per Kopf den Pfosten (71.).Das 1:1 fiel aber erst nach langer Zitterpartie: In der 81. Minute zog Dede aus 20 Metern ab, Pröll konnte gerade noch klären, doch der zunehmend aufdrehende Florian Kringe staubte ab. Blaszczykowski und Valdez vergaben in der 86. Minute fahrlässig und völlig freistehend sogar noch den Siegtreffer. Eine unglaubliche Szene zum Abschluss eines unglaublichen Spiels. Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 1:1 BVB: Weidenfeller – Degen, Brzenska, Wörns, Dede – Blaszczykowski, Kruska (62. Buckley), Tinga, Kringe – Klimowicz (30. Valdez), Petric (67. FedericoEintracht: Pröll – Galindo, Chris, Kyrgiakos – Ochs, Preuß, Spycher, Köhler (71. Inamoto) – Thurk – Takahara, Amanatidis (67. Mahdavikia)Tore: 0:1 Amanatidis (55.), 1:1 Kringe (81.)Schiedsrichter: Stark (Ergolding)Zuschauer: 75.300

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