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3:2 in Leverkusen: Traumstart für Borussia Dortmund

LEVERKUSEN Neue Saison, neuer und vor allem frischer Fußball: Borussia Dortmund ist mit einem 3:2 (2:1) bei Bayer Leverkusen in die Saison gestartet. Das Team von Trainer Jürgen Klopp überzeugte auf der Baustelle BayArena über weite Strecken durch leidenschaftlichen und gut organisierten Kombinationsfußball gerade auf der rechten Angriffsseite.

von Von Sascha Fligge

, 16.08.2008
3:2 in Leverkusen: Traumstart für Borussia Dortmund

Leverkusens Manuel Friedrich konnte BVB-Stürmer Nelson Valdez am 1. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht stoppen.

Es verlor gegen Ende der ersten Hälfte allerdings Torhüter Roman Weidenfeller, der sich selbst am Oberschenkel verletzte. Bayer scheiterte letztlich an der schwachen Chancenauswertung.

In einer unterhaltsamen und chancenreichen Partie führte der BVB nach 45 Minuten glücklich mit 2:1: Jakub Blaszczykowski hatte Nelson Valdez in der 4. Minute den Ball maßgenau auf den Fuß serviert, Ex-Nationalspieler Manuel Friedrich beging einen Stellungsfehler, und Dortmunds angeschlagener Paraguayo netzte zum 1:0 ein – was für ein Start in die Bundesliga-Saison. In der Folge allerdings wurden Bayers Aktionen im technisch äußerst beschlagenen Mittelfeld immer zwingender, gerade über die zunächst enttäuschende linke Dortmunder Seite mit Kringe und Dede machten die Hausherren auf ihrer Baustelle BayArena mächtig Druck und bereiteten der Borussia durch äußerst variables Positionsspiel große Schwierigkeiten.Nadelstich ins Bayer-Herz

Patrick Helmes, der sich immer wieder zurückfallen ließ, Bälle erkämpfte und zum Abschluss kam, sorgte schließlich für den zwischenzeitlichen Ausgleich: Ein Zuspiel des starken Brasilianers Renato verwertete der Ex-Kölner dank gütiger Mithilfe von Neven Subotic zum 1:1 (21.) und vergab in der 31. Minute sogar die Bayer-Führung. Wieder hatte Subotic gepatzt, diesmal allerdings kratzte Dortmunds Innenverteidiger den Ball in letzter Sekunde noch von der Linie. Als Bayer endgültig die Vorherrschaft auf dem Rasen übernommen hatte, setzte der BVB einen gezielten Nadelstich ins Bayer-Herz. Erneut leitete Blaszczykowski einen wunderschönen Angriff über Nelson Valdez an – Florian Kringe musste aus zehn Metern Entfernung  nur noch voll draufhalten – 2:1 für Schwarzgelb (36.).

Und doch gab es noch einen bitteren Moment für den BVB in Hälfte eins: Torhüter Weidenfeller entschärfte zwar zunächst eine erneute Chance von Helmes (44.), fügte sich anschließend aber mit den Stollen des rechten Schuhs selbst eine tiefe Fleischwunde am linken Oberschenkel zu und musste mit einer Trage in die Kabine gebracht werden. Für Weidenfeller, der in den vergangenen Monaten mehrfach Verletzungspausen hatte einlegen müssen, übernahm Routinier Marc Ziegler. Vom klassischen 4-4-2 mit flacher Vier im Mittelfeld stellte Trainer Jürgen Klopp nach der Pause zudem auf ein System mit einer echten Spitze um. Marc Kruska rückte neben Sebastian Kehl ins defensive Mittelfeld, Tamas Hajnal, dessen Grundposition fortan im offensiven Mittelfeld angesiedelt war, stieß immer wieder mit in die Spitze vor. Diego Klimowicz rotierte auf die Bank.Subotic sorgt für Entscheidung

Im zweiten Abschnitt waren noch keine fünf Minuten gespielt, da setzte der Gast zum entscheidenden Schlag an: Ecke Hajnal, Kopfball Subotic, 3:1 (49.) – und das direkt neben dem Dortmunder Fanblock der vor lauter Freude erbebte. 13 Minuten später hätte Valdez auf 4:1 erhöhen können, lief aber mit dem Ball in die Arme von Bayer-Torhüter Benedikt Fernandez. Klopps Schachzug, das Mittelfeld um eine Planstelle aufzustocken, erwies sich als über weite Strecken effektives Mittel. Die Räume für Bayers flexibles Mittelfeld, das in der ersten Hälfte phasenweise durch Feinschmecker-Kombinationen aufgefallen war, wurden immer enger. Und wenn Gefahr im Verzug war, hielt Marc Ziegler seinen Kasten – wie bei Helmes’ Freistoß (72.) – zumeist sauber. Mehr als Kießlings Anschlusstor zum 2:3 (83.) nach einer Flanke des eingewechselten Sascha Dum sprang am Ende nicht mehr heraus, Sekunden vor dem Ende rettete Ziegler in höchster Not gegen Gekas (90.). Als Schiedsrichter Peter Gagelmann abpfiff, war der Traumstart des BVB in die Ära Klopp perfekt. Was die Defensivarbeit und gerade das Kopfballspiel angeht, besteht allerdings noch riesiger Steigerungsbedarf...

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