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35.000 Fans beim BVB-Familientag

DORTMUND 35.000 Besucher kamen am Sonntag zur Saison-Eröffnungsfeier von Borussia Dortmund. Trotz strömenden Regens am Vormittag hatten sich lange Schlangen gebildet, um später die besten Plätze für ein Autogramm zu ergattern.

von Von Ralf Michalak

, 10.08.2008

Wenn der BVB zur Saisoneröffnungsfeier lädt, dann kommen sie alle. Die großen und kleinen Fans, die Fußball-Begeisterten, die Nachbarn – und der Regen. Bereits vor der Eröffnung des Familientages im Signal-Iduna-Park und hinter der Westtribüne regnete es am Sonntag wie aus Eimern. „Um elf Uhr hat mich Norbert Dickel angerufen und gesagt ‚Du glaubst gar nicht, was hier schon los ist'“, sagte BVB-Sprecher Josef Schneck. Regen kann also einen echten Borussen nicht davon abhalten, mit seinen Schwarzgelben zu feiern. Und die Fangemeinde wuchs. Mit jedem Regentropfen weniger, kam ein Besucher mehr, so schien es. Das Gelände am Stadion glich bald einem Volksfest. Schnell wurde deutlich, was den echten Fan ausmacht: schier unendliche Geduld. Quer über das Gelände zogen sich die Schlangen derer, die anstanden, um Autogramme ihrer Idole zu ergattern.

„Wir haben so lange darauf gewartet, wieder international zu spielen, da kommt es jetzt nicht darauf an, hier ein bisschen zu warten“. Andreas Behrends lacht. Er steht wie hunderte andere Fans seit knapp eineinhalb Stunden an für ein Autogramm der BVB-Stars.Niemand murrt hier beim BVB-Familienfest über Wartezeiten im und am Signal Iduna Park, niemand beklagt sich.

An vier Autogrammbars sitzen Spieler und Trainer der Borussia, so entzerrt sich der Andrang etwas. Die längste Schlange steht vor den Tischen, an denen Trainer Jürgen Klopp sitzt. „Ich kann zwar nichts über ihn als Trainer sagen, aber menschlich finde ich ihn super“, verrät Alina Brinkmann.

So wie die 39-Jährige sind viele Dortmunder derzeit „bekloppt“. Dass der BVB am Abend zuvor das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gewonnen hat, scheint nicht nur dem blonden Fußballlehrer zu gefallen. „Jetzt geht es weiter“, sagt Alinas Mann. Gemeint sind sowohl die sportlichen Erwartungen als auch die aktuelle Situation – die nächsten Fans werden an die Tische gelassen. Erwachsene Frauen schwärmen für den Klopp, pubertierende Mädchen bekommen leuchtende Augen beim Autogramm von Florian Kringe, doch nur einer kann wirkliche Begeisterung wecken: Maskottchen Emma. Völlig außer sich schreien kleine Kinder „Da ist meine Emma“, sobald die plüschige Biene auftaucht. Dann werden sogar Klopp, Dede, Kringe und Co. zu Nebendarstellern.

Glücklich waren auch die 50 Kinder, die einen Gutschein ergatterten und gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Platz trainieren durften – mit Kopfballstafetten und beim Elfmeterschießen. Und sie machten auch dem übrigen Publikum eine große Freude, schossen mit den Borussen viele hundert Bälle in die Arme der Zuschauer. Zählt man die 35.000 Besucher vom Sonntag zu den 50.000, die beim Freundschaftsspiel gegen Juventus-Turin dabei waren, das auch zur Saisoneröffnung gehörte, kamen 85.000 Fans zum Auftakt der neuen Spielzeit.

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