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Alexander Isak entwickelt sich zur tragischen BVB-Figur

Aussichtslose Situation

Mit großen Erwartungen ist Alexander Isak im Januar 2017 zu Borussia Dortmund gewechselt. Gut 18 Monate später hat sich der Schwede beim BVB zur tragischen Figur entwickelt.

Dortmund

, 11.09.2018
Alexander Isak entwickelt sich zur tragischen BVB-Figur

© Guido Kirchner

Als Michael Zorc am letzten Tag der Transferperiode von „mehreren Gesprächen bis zum Schluss“ sprach, dürfte es mit seinen Gegenübern wohl vor allem um Alexander Isak gegangen sein. Doch alle Bemühungen, den Schweden in letzter Sekunde noch zu transferieren, schlugen fehl. Dem 18-Jährigen drohen weitere sechs Monate mit Frust und Tribüne.

„Nicht das Niveau, auf dem ich mich sehe“

Isak hat sich zu einer tragischen Figur entwickelt. Gekommen im Winter 2016/17 und dem Ruf eines europäischen Top-Talents, der den Wechsel zum BVB dem zu Real Madrid vorzog. Nicht gewollt vom damaligen Trainer, der ihn so gut es ging ignorierte. Gescheitert auch in seinem ersten kompletten BVB-Jahr. An den Anforderungen in einer Spitzenmannschaft, an der großen Konkurrenzsituation.

Wer Isak im Sommertrainingslager beobachtete, der musste sich Sorgen machen um den schlaksigen Angreifer. Seine Körpersprache verriet viel über seinen Gemütszustand, seine Gesamtsituation, das deutete sich schnell an, würde sich auch unter dem neuen Trainer Lucien Favre nicht verbessern. Der kommandierte ihn zuletzt zur BVB-U23 ab. Jetzt verriet Isak wärhrend seiner Stippvisite bei der U21 dem schwedischen „Aftonbladet“: „Es ist nicht das Niveau, auf dem ich mich sehe. Aber ich kann mich dennoch nicht beschweren.“

Leihgeschäft abgelehnt

Über sein Verhältnis zu Favre mochte er in dem Interview nichts sagen, aus seiner Unzufriedenheit macht Isak keinen Hehl. Die Frage nach einem Wechsel sei aufgekommen, „die Gedanken gingen hin und her.“ Letztlich passten seine Vorstellungen und die des BVB wohl nicht übereinander. Dass er knapp zehn Millionen Euro kostete und Borussia Dortmund derzeit nur ein Bruchteil dieser Summe am Transfermarkt erzielen könnte, Isak auf der anderen Seite eine Ausleihe ablehnte, dürfte der wesentliche Punkt bei den gescheiterten Transferbemühungen gewesen sein.

Alexander Isak entwickelt sich zur tragischen BVB-Figur

Zuletzt musste Isak (r.) in der U23 des BVB ran. © Bielefeld

Alexander Isak ist immer noch ein junger Fußball-Profi. Als er nach Dortmund kam, war dies der Eintritt in eine andere Welt. Er musste sich an das Land und an die Sprache gewöhnen, vor allem musste er körperlich zulegen. Anlagen sind erkennbar, so wie im Pokalspiel in Magdeburg (5:0) vergangene Saison, als er ein Tor erzielte und eins vorbereitete. Auf Bundesliga-Niveau wartet er aber immer noch auf den Durchbruch. Für die Champions League hat Borussia Dortmund ihn nicht gemeldet, auch das ist ein Indiz.

Mit der Situation arrangieren

Der Heimabesuch dürfte für Alexander Isak eine erfreuliche Abwechslung gewesen sein. Am Mittwoch aber wird er wieder in der Realität ankommen. Mindestens bis zum Winter muss er sich mit der Situation arrangieren - und sich in der U23 empfehlen für höhere Aufgaben. Dass die in Dortmund auf ihn warten, ist wohl ausgeschlossen.

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