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Glücksgefühle und Rückschlag

BVB-Allrounder Bender will richtig angreifen

MARBELLA Dass der bodenständige Mann aus der Nähe von Rosenheim dieser BVB-Mannschaft gut tut, das merkt man immer dann, wenn er nach längerer Verletzungspause wieder auf dem Platz steht. Sven Bender kennt diese Phasen des erzwungenen Nichtstuns leider nur zu gut, "daher wirft mich das auch nicht mehr um. Ich bin es gewohnt, mich immer wieder ranzukämpfen."

BVB-Allrounder Bender will richtig angreifen

Hat wieder gut lachen: Sven Bender will als einer der mittlerweile dienstältesten Borussen als Führungsspieler vorangehen.

Die letzte Verletzung, die trotz intensiver Behandlung einfach nicht heilen wollte und schließlich in einer Operation mündete, konnte der 27-Jährige immerhin nutzen, um intensiv bei der Familie zu sein. Ehefrau Simone brachte im Herbst einen gesunden Jungen zur Welt, es war das erste gemeinsame Kind, die Benders sind jetzt zu dritt. „Unvergessliche Momente“ seien das gewesen, strahlt Bender. So sieht einer aus, der rundum zufrieden ist.

Behutsamer Aufbau

Das liegt natürlich auch daran, dass er endlich wieder auf dem Rasen stehen kann. Beim 2:2 in Hoffenheim bestritt er seine erste Bundesliga-Partie dieser Saison, er musste gleich über die volle Distanz ran, und vier Tage später im letzten Heimspiel des Jahres beim 1:1 gegen Augsburg warf ihn Trainer Thomas Tuchel zur Pause ins Geschehen, weil Marc Bartra einen schwarzen Abend erwischte. „Geplant war das eigentlich nicht“, sagt er, ein behutsamer Aufbau bis zur Pause, dann das Winter-Trainingslager, dann die Rückkehr, so sollte es eigentlich laufen.

 

Die großen Verletzungsprobleme warfen diese Pläne über den Haufen, aber Bender hat jede der 135 Einsatzminuten genossen. Und sie haben ihm auch geholfen. „Pause habe ich danach kaum gemacht, ich hatte meinen Plan.“ Und mit jeder Einheit, die er hier in Marbella in die Beine bekommt, will Sven Bender seinen Rückstand und die fehlende Praxis weiter aufholen.

Rückschläge akzeptiert

Glücksgefühle, wie bei der Geburt seines Sohnes Max und beim Finale des olympischen Fußballturniers in Rio, gehören für den zum Innenverteidiger umfunktionierten defensiven Mittelfeldspieler ebenso zu 2016 wie der erneute gesundheitliche Rückschlag.

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Dass er für seinen Medaillentraum ein zu hohes gesundheitliches Risiko eingegangen sei, weil die Beschwerden im Sprunggelenk zu groß waren, verneint Bender. „Ich fühlte mich nach dem Aufwärmen gut, ich hatte keine Probleme, ansonsten hätte ich den Arm gehoben.“ Danach aber freilich umso mehr. Doch wer so oft verletzt war wie Sven Bender, der hat auch gelernt, diese Rückschläge zu akzeptieren.

"Als Ratgeber da sein"

In seiner neuen Rolle möchte „Manni“, wie er von allen nur gerufen wird, nun mithelfen, Konstanz ins Spiel seiner Borussia zu bekommen. Bender ist seit 2009 in Dortmund, nur Roman Weidenfeller, Marcel Schmelzer, Nuri Sahin und Neven Subotic sind länger im Team. Das spielt ihm nach dem großen Umbruch vom Sommer automatisch eine Führungsrolle in dieser Gruppe zu - und Bender ist bereit, diese auch auszufüllen. „Alle, die schon länger dabei sind, sind auch bereit, Verantwortung zu übernehmen“, sagt er. Die Kapitäns-Binde als äußeres Zeichen braucht er dafür nicht.

BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella

Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.
Bilder der BVB-Medienrunde mit Sven Bender in Marbella.

Auch während seiner Verletzung hat er sich daher so oft wie möglich am Trainingszentrum aufgehalten, „ich wollte nahe an der Mannschaft sein, ich wollte als Ratgeber da sein“. Bender ergreift das Wort, wann immer ihm das ratsam erscheint, auch das gehört für ihn zum Reifeprozess eines mittlerweile erfahrenen Spielers.

Zum Innenverteidiger umfunktioniert

Vor rund einem Jahr schon funktionierte ihn Tuchel zu einem Innenverteidiger um. „So, wie wir spielen, mit der hoch stehenden Defensive“, meint er, „war das von meiner Position auf dem Feld gar keine so große Umstellung.“ Was das Abwehrverhalten angeht, allerdings schon, doch Bender hat Gefallen gefunden an seiner neuen Position, die ihm bei der Sicherung des eigenen Tores nun eine noch größere Rolle zugespielt hat. Der will er ab dem 21. Januar noch stärker gerecht werden.

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