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Watzke bleibt vor Leverkusen-Spiel gelassen

BVB-Boss will sich in Trainerfrage nicht drängen lassen

OBERHAUSEN BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nimmt die Mannschaft auf der Zielgeraden der Saison in die Pflicht, kann aber die Krisenstimmung vor den letzten vier Saisonspielen nicht ganz nachvollziehen - und bleibt in der Trainerfrage gelassen.

BVB-Boss will sich in Trainerfrage nicht drängen lassen

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will sich in der Trainerfrage nicht drängen lassen. Foto: Kirchner/Rehbein

„Wir kamen von Platz acht, jetzt sind wir Vierter mit vier Punkten Vorsprung und einem dramatisch besseren Torverhältnis vor RB Leipzig“, meinte Watzke am Rande eines PR-Termins im Centro Oberhausen. „Das sollte man sich in Erinnerung rufen und daraus sollten wir unser Selbstvertrauen generieren.“

„Spiel ist eine große Chance für uns“

Vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr, Signal Iduna Park) versprühte Watzke demonstrative Zuversicht: „Das Spiel ist eine große Chance für uns, einen direkten Konkurrenten hinter uns zu lassen“, erklärte er. „Wir brauchen noch Punkte, das ist uns klar“, meinte er, „egal, ob das am Ende sechs oder sieben sein müssen. Die brauchen wir und die können wir auch holen.“

Watzke bekräftigte, sich in der Trainerfrage nicht drängen lassen zu wollen. Einen Zeitplan gebe es nicht, „weil wir nicht in Dogmen ersticken.“ Das Treffen mit Peter Stöger im Dortmunder Teamhotel l'Arrivée am Dienstag sei eine turnusmäßige Zusammenkunft gewesen. „Hätten wir irgendeine dramatische Sitzung gehabt, hätten wir es bestimmt nicht in aller Öffentlichkeit gemacht, da saßen bestimmt 70 Leute.“

„Man kann verlangen, dass sie sich fokussieren“

In dem Meinungsaustausch sei es um „stimmungstechnische Dinge“ und darum, „was wir jetzt vor dem Spiel gegen Leverkusen machen können“, gegangen. Die Entscheidung werde man fällen, „wenn wir das Gefühl haben, dass der Zeitpunkt reif dafür ist.“

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Dass die andauernden Diskussionen um die Zukunft Stögers die Mannschaft ablenken könnten, glaubt der BVB-Boss aber nicht. „Das sind Profis, das ist deren Beruf, den sie im Laufe der Jahre ja durchaus erfolgreich ausgeübt haben. Man kann verlangen, dass sie sich fokussieren.“

Begleiterscheinungen des laufenden Prozesses

Schwieriger seien die Begleiterscheinungen des laufenden Prozesses gegen den Verursacher des Sprengstoff-Anschlags. „Das soll kein Alibi sein, aber dass das die Mannschaft deutlich mehr beeinflusst als Dinge, die wir noch zu regeln haben, das glaube ich.“

Zwei Tage lang hatte Watzke an der bitteren Derbypleite auf Schalke zu knabbern. „Ein Derby zu verlieren ist scheiße“, meinte er unverblümt, „spätestens ab Dienstag aber war ich wieder angriffsbereit und ich gehe davon aus, dass das bei der Mannschaft auch so ist.“

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