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Fragen und Antworten

BVB-Dauerkartenpreise in der Diskussion

DORTMUND Anfang letzter Woche kündigte Borussia Dortmund an, die Preise für Dauerkarten zur neuen Saison anzuheben. Unter den Fans sorgt diese Nachricht für hitzige Diskussionen. Wir erklären, welche Tickets teurer, welche billiger werden und was hinter der BVB-Preispolitik steckt.

BVB-Dauerkartenpreise in der Diskussion

Ein Dauerkarten-Platz in diesem Stadion wird für viele Fans 2012/13 teurer.

Der BVB hat die Preise für Dauerkarten im Signal Iduna Park, der in verschiedene Karten- und Preiskategorien aufgeteilt ist, verändert – zum Großteil erhöht, teilweise aber auch gesenkt. Der billigste Sitzplatz kostet 365 Euro im Jahr, der teuerste 845 Euro. Ein Stehplatz für Erwachsene auf der Südtribüne ist für 187 Euro zu haben. 

Während Besucher der Südtribüne nur 5,50 Euro mehr bezahlen, werden rund 8600 Dauerkarteninhaber auf den Unterrängen der Ost- und der Westtribüne stärker zur Kasse gebeten. 700 von ihnen zahlen gegenüber der Saison 2011/2012 sogar bis zu 19 Prozent mehr. Welche Blöcke genau betroffen sind, war vom BVB nicht zu erfahren. Ein Beispiel: Für einen BVB-Fan, der im letzten Jahr für die 17 Bundesligapartien plus das erste Champions League-Heimspiel 603 Euro für einen Unterrang-Platz auf der Osttribüne bezahlt hat, erhöht sich der Preis um 88 Euro (14,6 Prozent) auf 691 Euro – nur für die Bundesligaspiele, ohne eine einzige Partie der europäischen Königsklasse. 

1200 Dauerkarten in den Blöcken 32 und 52 werden billiger, bis zu 39 Euro pro Saison. Auch die ermäßigten Tickets für Behinderte werden im Preis reduziert. 

Das Basispaket enthält 17 Bundesliga-Heimspiele. Zusätzlich haben BVB-Fans die Möglichkeit, die Heimpartien im DFB-Pokal (Paket „National“), in der Champions League bzw. in der Europa League (Paket „International“) hinzu zu buchen. 

Laut Borussia Dortmund gibt es kein Hauptargument. Ein Grund sei jedoch die „Preisgerechtigkeit im Gesamtgefüge von Unter- und Oberrängen“. Carsten Cramer, Direktor für Marketing und Vertrieb beim BVB, sagt: „Es war schwer nachvollziehbar, dass Fans, die direkt hinter der Trainerbank sitzen, dasselbe zahlen wie Zuschauer in der 18. Reihe des Oberranges.“Deswegen seien gerade die Preise für die Unterrang-Stammplätze erhöht worden. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokalsieg habe die Preiserhöhung nichts zu tun. Der BVB schreibt in diesen Tagen alle Dauerkarteninhaber an. Sie haben bis zum 30. Juni Zeit, ihre Karten zu verlängern. 

Die Entscheidung sorgt für gemischte Reaktionen. Die Redaktion des Fan-Forums „schwatzgelb.de“ kommentiert: „Wir Fans zahlen mittlerweile Beträge für den Stadionbesuch, die die untersten Einkommensschichten langsam aber sicher aus den Stadien drängen.“ „Teenwolf“, ein User von westline.de, meint dagegen: „Es sind doch nur 4,70 Euro pro Spiel mehr.“ Häufige Kritikpunkte: kontinuierliche Preiserhöhungen der vergangenen Jahre und fehlende Transparenz. „schwatzgelb.de“: „Ist es dann zu viel verlangt, dass man uns reinen Wein einschenkt?“ 

Um den betroffenen Dauerkarteninhabern Ersatz anzubieten, nimmt der BVB telefonisch (Tel. 90 200) die Wünsche der Fans entgegen. Die Dauerkarteninhaber wurden außerdem persönlich angeschrieben. Den Fans werden dann Ausweichplätze angeboten – mit der Gefahr, dass die Preise höher sind. 

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