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BVB II-Trio zu Gast in der RN-Redaktion

Vor dem Saisonstart

DORTMUND Zuversicht strahlt Fußball-Regionalligist Borussia Dortmund vor dem Saisonauftakt am Samstag (14 Uhr) in Köln gegen die Talente des traditionsreichen 1. FC aus. Sorgen und Nöte der letzten Punkterunde in der 3. Liga sind verarbeitet und abgehakt.

von Von Harald Gehring und Matthias Dersch

, 05.08.2010
BVB II-Trio zu Gast in der RN-Redaktion

Christopher Kullmann, Trainer Theo Schneider und Christian Eggert (v. l.) nahmen bei ihrem Redaktionsbesuch den RN-Kicker in Beschlag.

Das Team in Schwarzgelb plant den erfolgreichen Neustart. Über die neuformierte Mannschaft, persönliche Perspektiven und die Konkurrenz äußern sich BVB-Trainer Theo Schneider, Stürmer Christopher Kullmann und Abwehrspieler Christian Eggert im Interview.

In der Tat habe ich die ersten 14 Tage nach dem Saisonschluss nicht sehr gut geschlafen. Doch ich konnte die längere Sommerpause nutzen, um Abstand zu gewinnen. Wir haben jetzt eine völlig neuformierte Mannschaft, wollen aber trotzdem nach Möglichkeit von Beginn an im oberen Drittel mitspielen. Das ist eine ebenso spannende wie große Herausforderung für mich.

Ich habe für mich sofort nach dem letzten Spieltag einen Schlussstrich unter mein Jahr gezogen. Es lief für mich über die gesamte Dauer nicht positiv, vor dem Tor hat es einfach nicht geklappt. Aber ich habe die Saison inzwischen verkraftet und fange jetzt neu an.

Darüber mache ich mir keine Gedanken. Für mich war immer klar, dass ich weiter bei der Borussia arbeiten möchte. Es gab für mich nach der langen Verletzung auch gar keine Angebote. Ich fühle mich im Moment richtig fit, konnte die Vorbereitung voll bestreiten.

Bei den Spielern, die lange verletzt waren, ist die Motivation ohnehin groß. Da ist die Eigenmotivation so hoch, dass man als Trainer nicht mehr stark eingreifen muss.

Natürlich war ich an dem Punkt, an dem ich mir den Kopf darüber zerbrochen habe, warum ich in manchen Situationen die falsche Entscheidung getroffen habe. Aber ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass das überhaupt nichts bringt. Man muss sich neue Situationen erarbeiten und es dann besser machen.

Ich habe mich gefragt, was ich wohl falsch gemacht habe. Ich selbst hatte das Gefühl, dass es gut lief. Mittlerweile versuche ich, das Beste aus dieser Erfahrung zu machen.

Ich will Führungsaufgaben übernehmen, das ist ganz klar. Ob ich das als Innenverteidiger oder als „Sechser“ mache, ist mir nicht wichtig.

Sicherlich ist es für uns eine schwierige Situation, andererseits ist es für den Klub unheimlich wichtig, einen guten Unterbau zu haben. Es ist mein Job, so gut wie möglich mit der Situation umzugehen. Und es ist eine große Bestätigung, wenn ich sehe, dass aus meinem 22er-Kader allein sechs Spieler fest zu den Profis dazuzählen. Diese Anzahl sucht in der Bundesliga ihres gleichen.

Am allerschönsten ist es natürlich, wenn beides gleichzeitig gelingt. In diesem Jahr ist die Herausforderung riesig. Wenn es klappen sollte, wäre das klasse. Aber ich bin mir meiner Aufgabe bewusst, die da heißt, junge Spieler oben heranzuführen und zu ernsthaften Alternativen zu formen.

 Der Ausbildungsaspekt liegt bei uns ganz klar an erster Stelle. Und da muss man eben auch bedenken, dass wir in der 3. Liga keinesfalls sang- und klanglos untergegangen sind, sondern in vielen Spielen richtig Werbung für uns betreiben konnten. Die meisten Spieler, die uns verlassen haben, sind in der 2. oder 3. Liga untergekommen. Das zeigt, dass unsere Arbeit durchaus registriert und honoriert wird.

Nein, im Gegenteil. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel. Ich mache mir auch keine Sorgen mehr um mein Knie. Theo Schneider, am Samstag geht es los. Haben Sie Ihren engen 14er-Kader bereits im Kopf, sind Spieler wie Marc Hornschuh oder Lasse Sobiech, die permanent bei den Profis trainieren, dabei?

Ja, ich plane sie zunächst ein, auch wenn die Vergangenheit gezeigt hat, dass wir immer wieder Spieler nach oben abgegeben müssen.

Sobiech hat bereits ein Jahr Seniorenerfahrung auf dem Buckel. Er hat sich bei uns für höhere Aufgaben empfohlen. Anders sieht es bei Hornschuh oder Marco Stiepermann aus. Sie müssen sich erst im Seniorenfußball etablieren. Beide zählen zu unseren großen Talenten.

Wuppertal und Münster haben sehr gute Testspiel-Ergebnisse abgeliefert, Lotte hat gegen unsere Profis zur Pause mit 1:0 geführt. Diese drei Teams werden oben mitspielen. Dazu kommt sicherlich die Zweitvertretung von Köln, die seit Jahren in der Spitzengruppe mitmischt.

 Ich tippe auf einen 2:0-Erfolg für uns.

Mir reicht ein 1:0.

Ich leg mich ungern auf ein Ergebnis fest. Klar ist: Wir wollen gewinnen.

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